Adelbodner Abfall-Knatsch

Der Gemeinderat Adelboden hat den Auftrag für die Abfallentsorgung neu vergeben. Dass dabei der einheimische Anbieter nicht berücksichtigt wurde, stösst bei den Gewerblern auf Kritik. Der zuständige Gemeinderat rechtfertigt sich im "Frutigländer".

Kommentare

Normalerweise sind es die Adelbodner Firmen die bis weit ins Mittelland Aufträge holen und dies nur dank Lohndumping. Dieses wird dann mit höheren Tarifen den Einheimischen gegenüber kompensiert. Jetzt hat es halt einen erwischt. Kann leider ein schmunzeln nicht verkneifen!
Tja, ein Quäntchen Wahrheit...
Als erfahrener Gefahrgut-und Abfallfachmann kann ich einen solchen Entscheid überhaupt nicht nachvollziehen. Das eine Offerte eines günstigeren Anbieters auf Kosten der Umwelt ( Euro 5 LKW ist nich gleich Euro 4 LKW ) abgewickelt wird ist eine Scham und eine Bodenlose Frechheit. Das die Unternehmnung Schranz nun Beschwerde einlegt gegen diesen Entscheid ist klar zu verstehen und erhält von mir die volle Unterstützung.
Wurde die Wertschöpfungskette genügend beachtet? Um was geht es: Es kann durchaus sein, dass ein einheimischer Leistungserbringer teurer ist als ein auswärtiger Dienstleister. In der Folge scheint daher eine Arbeitsvergabe an einen Auswärtigen für die Gemeinde günstiger zu sein - doch stimmt das wirklich? Mit einem günstigeren Dienstleistungspreis alleine ist die Rechnung kaum bis zu Ende gedacht. Die Bezahlung der Dienstleistung an einen Einheimischen erzeugt - im Gegensatz zu einem Auswärtigen - für die Gemeinde willkommene Unternehmens- und Einkommenssteuern. Dies sowohl beim leistungserbringenden Unternehmen, wie auch bei den dortigen Angestellten. Auch Zubringerbetriebe generieren Unternehmens- und Einkommenssteuern. Seien dies die örtlichen Tankstellen, der Garagebetrieb für Unterhalt und Wartung der Fahrzeuge, der Vermieter der Wohnung des Angestellten, der Lehrer der die Kinder des Angestellten unterrichtet, ja sogar der örtliche Arzt und Apotheker die allenfalls einen berufsbedingten eingeklemmten Daumen eines Angestellten behandeln - alle an der Dienstleistung direkt oder indirekt Beteiligten erzeugen Wertschöpfung, die als Steuern an die Gemeinde zurück fliessen. Und welche Kosten entstehen wenn die bisherigen Angestellten keine Arbeit mehr finden? Arbeitslosenunterstützung, Weiterbildungskosten, Verwaltungskosten und weitere Hilfestellungen zu Lasten der Gemeinde. Unser westliches, kapitalistisches System hat gegenüber der Planwirtschaft einen ganz grossen Haken: Wenn das Geld nicht mehr dreht, dann stirbt unser System - und zwar sehr schnell. Dies gilt übrigens genau so, wenn das Geld nur in EINE Richtung fliesst, zum Beispiel zum Tal hinaus, oder wenn das Wachstum fehlt, dass die verlorene Wertschöpfung kompensieren sollte. Das Schlimme daran ist, dass man die Ursachen oft erst erkennt wenn es bereits zu spät ist. Im Rahmen von statistischen Volkszählungen wird man vermutlich in einigen Jahren feststellen: Das einzige konstante Wachstum in Adelboden über Jahre hinweg war die Waldfläche und das Durchschnittsalter. Fazit: Wie sagt doch der Volksmund: Wer billig kauft, kauft oft teurer.
Dass für die Vergabe öffentlicher Aufträge rein der Preis gilt und bei Differenzen im einstelligen Prozentbereich Qualitätskriterien und oekologische Betrachtungen nicht zusätzlich gewichtet werden, zeigt wieder einmal, wie sorglos und kleinkariert Politiker und entsprechende Gremien denken und handeln. Ich befürworte öffentliche Auschreibungen und einen offenen Wettbewerb, aber bitte nicht auf diese sture Art und Weise, sondern mit Reglementn, die zumindest auch den oben genannten Kriterien Rechnung tragen.
Bei dieser Fragestellung kann ich keine Antwort geben! Das Geld muss nicht zwingend im Dorf bleiben, aber dass eine Firma 3 mal Wöchentlich von Thun nach Adelboden fährt, ist äußerst fragwürdig! Stellt sich natürlich die Frage, ob sich der Einheimische mit seinen Preisen unfair bereichern wollte, oder ob die Auswärtige Firma mit dem tieferen Preis nur Beschäftigungstherapie und Lohndumping betreibt? Wenn beide Firmen fair rechnen muss der Einheimische Firma billiger sein.....Denke ich....
Der Kehrichtwagen muss sowieso auf Thun um den Abfall zu entsorgen, dabei spielt es keine Rolle ob er schon von Thun losfährt, oder ob er zuerst den Kehricht aufsammelt und denn nach Thun fährt.
der kehrichtwagen fährt nicht nach thun!!!!er fährt nach frutigen!!!gewisse leute sollten sich zuerst informieren und dann kommentieren.

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