Das bekannteste weihnächtliche Singspiel «D’Zäller Wiehnacht» wird von der Schule Aeschi / Aeschiried aufgeführt. Musikalische Unterstützung erhält der 130-stimmige Chor aus Krattigen. Der «Frutigländer» war bei der ersten gemeinsamen Probe mit dabei.
MICHAEL SCHINNERLING
Eine gut gelaunte Kinderschar steht vor der Musikgesellschaft Krattigen. Dirigentin Renate Siegenthaler hebt den Taktstock, blickt kurz zu den 130 Schülern der Schule Aeschi / Aeschiried und die Musik setzt ein. Wenige Sekunden später singt der Chor: «Das isch de Stern vo Bethlehem. Mached öi uuf und folged däm!» Noch waren ein paar Feinheiten zu korrigieren. Doch schon ertönten im Schiff der Kirche die nächsten Lieder.
Die Texte waren präsent
Alles beginnt mit der Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel an Maria und endet mit der Versammlung aller Schüler an der Krippe. Das Krippenspiel ist ein Mix aus Liedern, Spielszenen, Gesangseinlagen und Blockflötenspiel. Bemerkenswert ist das schöne Zusammenspiel zwischen der Musik, den Theaterleuten und den Sängerinnen und Sängern. Alle Kinder wussten ihre Texte auswendig und hatten die Lieder präsent. Die Freude an der ersten gemeinsamen Probe war bis zur letzten Reihe in der Kirche zu spüren. Wieder einmal gelang es der Krattiger Juniorband und der Musikgesellschaft Krattigen (MGK), etwas Einmaliges und Spezielles auf die Beine zu stellen. Dirigentin Siegenthaler dazu: «Es war für alle etwas Neues, zum ersten Mal gemeinsam zu spielen. Es war sehr schön zu sehen, wie sich alle so hingeben und mitmachen.»
Der 10-jährige Flavio von der Juniorband ist seit einem Jahr dabei: «Normal spiele ich Schlagzeug, heute aber Pauke. Es war cool, mit den Grossen in der Musik mitzuspielen.» So empfand es auch Klassenlehrerin Karin van Wijk: «Spannend und mit der Musik zusammen sehr lebendig.» Für die drei Verantwortlichen, Nicole Grossen, Claudia Eggenschwiler und Sina von Känel, war klar: «Wir sind sehr stolz, wie die Kinder spielten. Die Aussprache war gut, laut und verständlich. Uns als Souffleusen brauchte es heute gar nicht.»
Limitierte Platzzahl: Die öffentliche Hauptprobe ist am Montag, 11. Dezember, um 18 Uhr in der Kirche Aeschi. Für die übrigen Aufführungen sind keine Plätze mehr frei.



