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Das Ziel (noch) nicht erreicht

SKI ALPIN Wenn Matthias Brügger die Saison kurz vor Schluss Revue passieren lässt, zieht er keine gute Bilanz. Doch liegen die Stärken des Frutigers bekanntlich in den letzten Rennen.

MICHAEL SCHINNERLING
Es sind Momente, die Sportler nicht mögen. Lieber berichten sie von Erfolgen und Höhenflügen. Doch Matthias Brügger oder «Mättel», wie er genannt wird, gibt auch nach einer durchwachsenen Saison Auskunft und steht ganz offen dazu. «Wenn ich ein Fazit ziehen müsste, würde ich sagen: Ziel nicht erreicht», so Brügger. Dabei begann alles so vielversprechend. «Die Vorbereitung und die Trainings waren gut. Ich war schnell und qualifizierte mich für den Weltcup in Levi.» Doch schon der Auftakt im November beim Weltcup in Levi (FIN) war nicht von Erfolg gekrönt. Nach ein paar Toren war das Rennen für den Frutiger bereits vorbei. «Es lag wohl daran, dass ich über ein Jahr nicht mehr gefahren und übermotiviert war.» Auch die nächsten Rennen – etwa beim Europacup in Italien – liefen nicht optimal. Das Problem: Je mehr FIS-Punkte man hat, umso höher ist die Startnummer. Und die Verhältnisse auf der Piste werden von Läufer zu Läufer nicht besser. Wenn man mit einer hohen Startnummer ins Rennen geht, muss man volles Risiko fahren, um überhaupt in den zweiten Lauf zu kommen. So passierten kleine Fehler, die zu einem Aus im ersten Durchgang des Slaloms führten.

Ende Dezember resultierten dann zwei Top-10-Plätze beim Slalom in Sörenberg. Mit zwei sechsten Plätzen konnte Brügger zeigen, dass er es doch kann. Dann aber folgten wieder Rennläufe, die nicht seinen Erwartungen entsprachen. Erst vor ein paar Wochen gelang ihm ein Podestplatz in Schwenden (Appenzell).

Noch vier Wochen Zeit
Beim Europacup auf dem Jaun erreichte Brügger im Februar Rang 23 und 29 beim Slalom. «Dies war meinen Fans zu verdanken, die mich anfeuerten. Das motivierte mich doch recht.» Wer den Frutiger kennt, weiss, dass seine Stärken in den letzten Rennen liegen. Genau darauf hofft «Mättel» und gibt nun noch einmal Vollgas – mit ersten sichtlichen Erfolgen: In Maribor (SLO) und Zagreb (CRO) holte er sich den siebten Rang im Slalom, in Krvavec (SLO) Platz 10.

In den nächsten Wochen stehen unter anderem die Schweizermeisterschaften in Davos mit Abfahrt und Super-G sowie der Riesenslalom und Slalom in Meiringen auf dem Programm. «Noch kann ich Punkte bei FIS-Rennen sammeln und meine Punkte verbessern», so Brügger. Ende der Saison wird sich dann entscheiden, ob er weiterhin im B-Kader bleiben kann oder seine Karriere bei Swiss-Ski beendet wird.

Mehr Infos finden Sie in unserer Web-Link-Übersicht unter www.frutiglaender.ch/web-mail.html

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