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Ein hartes, aber schönes Geschäft

Letzte Woche lud die CasAlp zur Generalversammlung mit Sennenehrung ein. Seit 25 Jahren setzt sich die Organisation für Berner Alp- und Hobelkäse AOP ein – und zeichnet dabei auch regelmässig viele Frutigländer Produzenten aus.

MICHAEL SCHINNERLING
«Käse ist der Kleber, der meinen Körper zusammenhält. Er wird von euch Mitgliedern in guten und in schlechten Zeiten produziert», begann Hans Kohler, Präsident Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOP, die Ansprache zum 25-Jahr-Jubiläum. Hohe Temperaturen und wenig Regen in den Sommermonaten hätten das Produzieren nicht unbedingt leicht gemacht. So wurden im Alpsommer 2017 rund 1207 Tonnen Berner Alpkäse AOP produziert. Im Vergleich zu 2016 waren es rund 50 Tonnen weniger.

Die Qualität der Käse sei zwar diskussionslos hoch. Einzig die Preise dafür stünden in keiner Relation zur geleisteten Arbeit der Produzenten, monierte der Präsident. «Wir sind einer von vielen Anbietern auf dem Markt, darum ist es wichtig, unsere Trümpfe ausspielen zu können», ergänzte die Verantwortliche Marketing-Kommunikation, Gabi Doerig-Eschler.

Jubiläumsjahr ohne Feier
«Nur dank der Treue der rund 450 Mitglieder kann die CasAlp ihre Aufgaben bewältigen. Weil die finanziellen Ressourcen sehr eingeschränkt sind, sieht man von grossen Feierlichkeiten ab. Jedes Mitglied erhält ein Sackmesser aus einer limitierten Edition», gab Kohler an der HV bekannt. Die 177 Stimmberechtigten applaudierten und würdigten, dass sorgfältig mit den Geldern umgegangen wird. Die Jahresrechnung 2017 schloss mit einem Gewinn von rund 3880 Franken ab, im Vergleich zu einem Verlust von rund 9190 Franken im Vorjahr. Die Rechnung 2017 sowie das Budget 2018 wurden von der Versammlung genehmigt. Barbara Gafner-Läderach, Finanzen, informierte über die einzelnen Posten und verdeutlichte, dass Cas Alp mit beschränkten Mitteln zu agieren habe.

Immer präsent bleiben
Über diverse Messeauftritte, Anlässe, Degustationen im Detailhandel und Markt-Auftritte konnte die gewünschte Aufmerksamkeit erreicht werden. An der BEA, am Unspunnenfest in Interlaken, an der OHA wie am Käsefest in Thun waren Berner Alp- und Hobelkäse AOP via Produzenten und auch durch den Handel vertreten. Am Slow-Food-Market in Bern und Zürich oder am Salon des Goûts et Terroires in Bulle stiess der Alpkäse aus dem Berner Oberland ebenfalls auf grosse Beachtung.

Die Präsenz an stark frequentierten Verkaufspunkten im Kanton Bern und Umgebung sowie neu im Raum Basel stand auch im Jahr 2017 wieder im Fokus der Aktivitäten. So bleiben Promotionen bei Coop und Migros nach wie vor ein wichtiges Mittel zur Verkaufsförderung. Degustationen und Kurzfilme im Internet sollen das Naturprodukt ebenfalls bekannter machen. Schliesslich steht ein aktuelles Online-Verzeichnis der Alpen auf der Tätigkeitsliste.

34 Personen geehrt
Im Rahmen der Generalversammlung der CasAlp fand die Sennenehrung statt. 34 der insgesamt 54 geehrten Sennerinnen und Sennen waren anwesend und konnten für ausgezeichnete Käsequalität eine Urkunde der CasAlp in Empfang nehmen. Diese Auszeichnung für höchste Käsequalität erhält, wer aus sechs Alpmulchentaxationen eine Gesamtpunktzahl von mindestens 118 erreicht. Zusätzlich zur Urkunde erhalten die Sennerinnen und Sennen von der Sortenorganisation eine Geldprämie als Wertschätzung und zusätzlichen Ansporn für weitere gute Leistungen.

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