StartGemeindenAdelbodenKein guter Auftakt

Kein guter Auftakt

CURLING Mit drei Niederlagen gegen China, Schweden und Kanada misslang Adelboden der WM-Start in Las Vegas. Mittlerweile hat sich das Blatt in der Vorrunde aber gewendet, und nicht nur die mitgereisten Fans in den Casinos haben gewonnen.

MICHAEL SCHINNERLING
Bis zum siebten End hatte Adelboden gegen China alles unter Kontrolle. Auch im achten Durchgang sah es noch gut aus. Dann unterlief den Schweizern an der WM ein grober Fehler, den die Asiaten souverän ausnutzten. «Von 1:4 zu 5:4, das war schon ein Genickschlag. Ein wenig enttäuscht bin ich – das Spiel hätten wir gewinnen müssen», lautete das Fazit von Nationaltrainer Thomas Lipps nach dem ersten Match, der 5:6 verloren ging.

«Es gab einen Klassenunterschied»
Aktuell läuft die Vorrunde, und das Ziel der Adelbodner ist es, unter die besten sechs Teams zu kommen. Als nächster Gegner wartete allerdings die grosse Curling-Nation Schweden. Für einen Sieg hätte das Team Adelboden schon einen sehr guten Tag gebraucht. «Schweden war ganz einfach klar besser. Wir konnten nicht an die Leistung vom Match gegen China anknüpfen», zog Trainer Lipps Bilanz zur zweiten Partie. Es habe einfach zu viele individuelle Fehler gegeben. 3:7 hiess es am Ende.

In der dritten Partie der Round Robin folgte Titelfavorit Kanada – und Adelboden musste erneut unten durch. «Das Ergebnis von 2:7 scheint brutaler, als es war. Es gab zwar einen Klassenunterschied, wir dürfen aber guten Mutes sein für die nächsten Spiele. Wir müssen einfach noch etwas zulegen», so Lipps.

Die mitgereisten Schweizer Fans hatten trotz des verpatzten Starts gute Laune. «Die Stimmung ist exzellent, einige von uns haben auch schon im Casino gewonnen. Wir haben viel Spass in Las Vegas», erzählt etwa Rudi Hari von der gemischten Fangruppe aus Adelboden und Gstaad.

Der erste Sieg ist eingefahren
Die harten Brocken lagen fast alle hinter dem Team Adelboden. Nun hiess es, zwingend zu punkten. Thomas Lipps hatte wohl die richtigen Worte gefunden. Team Adelboden gewann gegen Deutschland mit 7:2. Gleich in den ersten beiden Ends konnten Simon Gempeler, Marco Pfister, Raphael Märki und Enrico Pfister punkten. Und diesmal liess man sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Der Nationaltrainer kommentierte denn auch den verdienten Sieg: «Wir waren das stärkere Team, hatten das nötige Glück. Bei anderen Gegnern hätten unsere Fehler allerdings ins Auge gehen können.» Die Kommunikation im Team sei um einiges besser geworden, nun sei alles im Fahrplan für die weiteren Spiele.

Die nächsten Gegner der Adelbodner heissen Italien, Korea, Russland, Tabellenführer Norwegen, die Niederlande und Japan. Die WM läuft noch bis zum 8. April.

Zuletzt erschienen

Ähnliche Artikel

Mehr von diesem Autor