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Zwölf Fellerpreise im Frutigland

SCHIESSEN Am grössten Schiessevent des Jahres herrschte einmal mehr Grossandrang. Wiederum war die Beteiligung am Feldschiessen im Berner Oberland sehr erfreulich – und auch die Resultate.

Der Oberländische Schützenverband OSV besucht während des Feldschiessens jedes Jahr mit einer Delegation ein paar Schiessplätze im Oberland. Dieses Jahr waren die Thuner Guntelsey, der Schiessplatz Schnittweier ob Steffisburg und die Pistolenschützen Uetendorf an der Reihe. «Ich bin immer wieder aufs Neue begeistert, mit wie viel Herzblut die Funktionäre auf den Schiessplätzen im Einsatz sind», beurteilt Bernhard Hari, Präsident des OSV, die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer. Während es im Oberland noch ein paar wenige Schiessplätze gibt, bei denen die Resultate von Hand gezeigt und erfasst werden, setzt Heinz Küffer, Präsident der Kreisleitung Guntelsey, voll und ganz auf Elektronik. «Die geschossenen Resultate gelangen online ins Rechnungsbüro und keine 15 Minuten nach Beendigung des Schiessens können die Teilnehmer ihre Auszeichnungen in Empfang nehmen», verkündet er stolz.

Handarbeit in Uetendorf
Noch gänzlich ohne Elektronik geht es bei den Pistolenschützen zu und her. So auch in Uetendorf. Die Scheibenwagen werden nach jeder Passe auf den Laufschienen zum Schiessstand gezogen, die Resultate von sogenannten Warnern erfasst und die Schusslöcher anschliessend vom Schützen selber geklebt. «Wir wurden vor allem am Freitagabend vom Ansturm überrascht und sind zuversichtlich, die Teilnehmerzahl steigern zu können», sagte der Präsident Adrian Sigrist am Samstagnachmittag. Er sollte Recht behalten: Am Ende nahmen 294 Teilnehmer die schmale Zielscheibe ins Visier.

Auf jedem Schiessplatz sind zahlreiche Schützenmeister vor allem für die Sicherheit zuständig, sei dies bei der Eingangskontrolle, bei der Feuerleitung als auch bei der Entladekontrolle nach dem Schiessen. Sie geben aber auch bereitwillig Hilfestellung, wenn sich weniger Geübte in die Feuerlinie legen.

Siebenmal das Punktemaximum
Die Oberländer Schützen erwiesen sich auch in diesem Jahr als äusserst treffsicher. Sechs Gewehrschützen und ein Pistolenschütze krönten ihre Feldschiessenteilnahme mit dem Maximum-Resultat. Bei den Gewehrschützen sind dies: Roland Stucki, Diemtigen Schützenverein; Jean-Marc Cottier, St. Stephan Freischütze; Christoph Müller, Thun Schützengesellschaft Strättligen; Ueli Wyss, Gündlischwand Feldschützen; Markus Egger, Meiringen Schützengesellschaft und Rebekka Wyss, Gündlischwand Feldschützen, als einzige Frau im Berner Oberland. Bei den Pistolenschützen darf sich Andreas Kern von den Wimmis-Reutigen Pistolenschützen an seinem Spitzenresultat von 180 Punkten erfreuen.

Im Amt Frutigen blieben die Maximum-Resultate in diesem Jahr aus. Was nicht heisst, dass die Frutigländer schlecht getroffen hätten: Mit zwölf Fellerpreisen (70 bis 72 Punkte) gehören sie sicher auch zu den erfolgreichen Teilnehmern.

MARCEL MARMET, PRESSECHEF OSV

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