Auf dem Niesen wurde den ganzen Sommer rund um das Berghaus gebaut. Das hätte auf potenzielle Gäste eine abschreckende Wirkung haben können. Das Gegenteil war der Fall.
Nur einmal hat die Niesenbahn in ihrer Geschichte mehr Gäste verzeichnet als im letzten Jahr. Das war 2016. Dank einer Spezialaktion mit einer Grossbank wurden 212 824 Berg- respektive Talfahrten verzeichnet. Im vergangenen Jahr waren es 198 911 Fahrten – knapp 100 000 Gipfelstürmer – und damit das beste «normale» Betriebsjahr. Dies ist zudem bemerkenswert, da die Saison 2018 sieben Tage weniger lang dauerte als in den Vorjahren. Rund die Hälfte der Betriebstage waren «Tage mit idealer Auslastung», die andere Hälfte bot noch Reserven, wie die Niesenbahn mitteilt. An wenigen Tagen seien die Auslastungsgrenzen überschritten und die Qualitätsgrenzen erreicht worden. Die Mitarbeitenden hatten insgesamt also gute Gründe, das Neujahrsapéro zu geniessen und auf die erfolgreiche 109. Saison anzustossen.
Weniger vom Wetter abhängig
Verwaltungsratspräsident Daniel Fischer wies in seiner Ansprache auf den besonderen Faktor hin, dass den ganzen Sommer über neben dem Betrieb der Um- und Ausbau des Berghauses erfolgt sei. «Dank sorgfältiger Planung, der entlastenden Material-Seilbahn, dem ausserordentlichen Engagement der Mitarbeitenden sowie Wetterglück konnte die Aufgabe erfolgreich gelöst werden. Nach einem sehr aufwendigen Start und zahlreichen unvorhersehbaren Herausforderungen gelang es, die Anbauten Ende Oktober unter Dach zu haben.»
Ziel des Unternehmens müsse sein, auch bei zweifelhafter Witterung erfolgreich zu arbeiten, damit die Mitarbeitenden regelmässig beschäftigt und künftige Investitionen finanziert werden könnten. Mit dem «Berghaus 2019» entstehen deshalb 60 bis 70 zusätzliche Plätze, Räume für geschlossene Anlässe sowie drei weitere Berghauszimmer. Zudem würden zahlreiche technische und betriebliche Erneuerungen realisiert. Der Innenausbau erfolgt jetzt im Winter und ist auf Kurs – die neue Niesensaison startet am 10. Mai.
Kooperation mit der Stockhornbahn
Neu bei der Niesenbahn ist zudem, dass sie mit der Stockhornbahn AG eine Ausbildungskooperation eingegangen ist. Seit dem 1. August 2018 bilden die beiden Bahnen – in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum von Seilbahnen Schweiz in Meiringen – den ersten Seilbahn-Mechatroniker-Lehrling aus. Lukas Arnold aus Spiez ist begeistert: «Ich finde meine Lehre sehr interessant. Bis jetzt habe ich schon viele coole Sachen gemacht. Zum Beispiel war ich die Bahnaufhängung schmieren, Fische aussetzen, Umgebungsarbeiten machen oder Bahn fahren.»
HSF / PRESSEDIENST NIESENBAHN AG



