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Vorsichtige Suche im Stollen

Seit Anfang August hat Kandergrund eine rechtsgültige neue Ortsplanung. Sie enthält genügend Bauland, damit vom angeordneten Umzug Betroffene in der Gemeinde wohnen oder ihr Gewerbe weiterbetreiben können. Die Wegzüger können ihre Bauvorhaben nun konkret weiterplanen. Parallel zur Bearbeitung solcher rechtlichen Aspekte wird im ehemaligen Munitionslager intensiv sondiert: Über 6600 verschiedene Geschosse und andere grössere Munitionsteile sind mittlerweile aus dem 1947 explodierten und verschütteten Bahnstollen geborgen worden. Ein kleiner Teil davon wurde in Thun gesprengt, andere Fundtsücke wurden zur fachgerechten Entsorgung bei der RUAG in Altdorf deponiert. Dies sind allerdings nur Vorarbeiten für die eigentlichen Sondierbohrungen. Die Angehörigen des Kampfmittelräumdienstes wollen herausfinden, welche und wie viele explosive Überreste wo zu finden sind. Für diese Erkundung gehen die Spezialisten selbst in den Stollen, graben die Munition aus und sortieren diese sorgfältig. Gefordert ist also beschwerliche Handarbeit in Schutzkleidung – Roboter können für diese Aufgaben nicht eingesetzt werden. Laut Sachstandbericht des VBS von gestern haben kürzlich auch im Schuttkegel vor der Anlage die Erkundungsarbeiten begonnen.

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