Am 26. November wird nicht nur der neue Obmann gewählt, sondern auch zwei Gemeinderatsmitglieder. Wer auch immer das Rennen macht: Fest steht schon jetzt, dass zwei Frauen in den Rat einziehen werden.
BIANCA HÜSING
Adelbodens Gemeinderat ist traditionell eine Männerdomäne. Zeitweise sass keine einzige Frau in diesem Gremium, aktuell sind es zwei – allerdings auch nur noch bis Ende des Jahres, weil ihre zweite Legislatur dann ausläuft. Als Ende 2021 vier Sitze frei wurden, kandidierten sechs Männer. Vor diesem Hintergrund kann die diesjährige Wahl getrost als aussergewöhnlich bezeichnet werden. Diesmal bewerben sich ausschliesslich Frauen um die zwei frei werdenden Sitze.
Die drei Kandidatinnen sind zwar parteilos, aber keineswegs unpolitisch. Sie alle haben sich bereits für die Gemeindepolitik und / oder in örtlichen Vereinen engagiert und keine von ihnen wirkt so, als hätte man sie zur Kandidatur überreden müssen.
Barbara Oester (parteilos)
Als kurzentschlossen kann man Barbara Oesters Kandidatur nicht bezeichnen: «Der Gedanke begleitet mich schon seit über acht Jahren, deshalb liess ich mich jetzt aufstellen», sagt die 48-Jährige. Ihr gemeindepolitisches Interesse zeigt sich auch darin, dass sie von 2006 bis 2022 im Wahlausschuss sass. Engagiert ist sie zudem im Vorstand von «Schwanger – wir helfen» Bern (Beratung und praktische Hilfe für schwangere Frauen in schwierigen Situationen) sowie in der Kirchgemeinde Adelboden als KUW-Mitarbeiterin. Von 2002 bis 2010 präsidierte Oester die Landfrauengruppe Adelboden, in der sie weiterhin Mitglied ist. Im Skiclub, in der Schwingersektion und im Frauenverein ist sie zudem passives Gönnermitglied. Beruflich ist sie als Finanzleiterin im familieneigenen Holzunternehmen tätig.
In den Gemeinderat möchte Oester folgende Eigenschaften mitbringen: «Zeit, Motivation, Freude, Engagement, Zuverlässigkeit». Nach bevorzugten Themen gefragt, sagt sie: «Mein Herz schlägt für das Gewerbe, ganz fest für die Landwirtschaft und darüber hinaus für nachhaltigen Tourismus, Sport und soziales Engagement.»
Mireille Trummer (parteilos)
Als ehemaliges Mitglied der Finanzkommission bringt Mireille Trummer bereits gewisse gemeindepolitische Erfahrungen mit. Darüber hinaus führt sie die Rechnung der Schwellenkorporation Adelboden, engagiert sich in der Mitgliederverwaltung des Skiclubs Adelboden und war lange Zeit als Kassierin des Frauenvereins tätig. «Ich kandidiere für den Gemeinderat, weil ich die Zukunft des Dorfs aktiv mitgestalten und mich für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen einsetzen möchte», beschreibt die 53-jährige Kauffrau und Mutter zweier erwachsener Söhne ihre Motivation. Statt Neues zu versprechen oder Visionen kundzutun, wolle sie vor allem das Bestehende pflegen, erhalten und überlegt weiterentwickeln. «Von der Arbeit in Tourismus- und Hotelleriebetrieben sowie als Bankangestellte bis hin zur mehrjährigen Tätigkeit in diversen Unternehmen der Bauhaupt- und -nebenbranchen bringe ich ein fundiertes Wissen und einen Weitblick für das Ganzheitliche mit», ist sie überzeugt.
Ursula Wäfler (parteilos)
Ein gemeindepolitisch unbeschriebenes Blatt ist auch Ursula Wäfler nicht. Acht Jahre lang sass sie in der Schulkommission und seit einigen Jahren engagiert sie sich im Wahlbüro. «Ich interessiere mich sehr für die örtliche Politik, informiere mich immer und besuche regelmässig die Gemeindeversammlungen.» Nun sei der passende Zeitpunkt gekommen, für einen Sitz im Gemeinderat zu kandidieren. Am meisten interessiert sich die 50-Jährige für das Schulwesen und fürs Soziale – also für Bereiche, die bislang in die Zuständigkeit zweier ausscheidender Gemeinderäte fielen. Ihr sei aber bewusst, dass die Ressortzuteilung «kein Wunschkonzert» sei, betont Wäfler. Nach den Eigenschaften gefragt, die sie in den Rat mitbrächte, antwortet sie: «Ich bin eine gute Zuhörerin und vielseitig interessiert. Ausserdem wäre ich gut darin, die gemeinsam gefundenen besten Lösungen nach aussen zu vertreten.» Wäfler arbeitet als Postzustellerin und ist Mitglied im Skiclub sowie im SAC.




sind mit abschluss allen sicher sympathisch gelungenen kanditatinnen wobei zu nehmend dieser belastung weniger nur einer mit dem finger nur auf eine leistung des übrigen gemeinderat wirkung bekommt viel sport freizeit zusammen wollen dafür gibt es ja dazugehörrig die geniesser aus dem schönen adelbodener oberland