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Ein Sonntag für Stöberer

17. März in der Kanderarena: Es herrscht reges Treiben, eine bunte Besucherschar hält Ausschau nach antiken Stücken und originellen Dingen zum Sammeln. Die sechste Brocante Mülenen läuft, wie immer organisiert von Viktor Sigrist aus Bern. «Ein kleiner, aber feiner Anlass für alle – dies ist mein Motto», erklärt der Organisator gut gelaunt. Und wer nicht fündig wird, findet sich zumindest bei Kaffee und Kuchen oder Kürbissuppe mit Wurst wieder.
Dieses Jahr nehmen 37 Ausstellerinnen und Aussteller aus der ganzen Schweiz und Deutschland teil, man kennt sich. Aus dem Frutigland mit dabei ist Silvia Haake aus Krattigen. Sie bietet eine Vielfalt liebevoll gepflegter Waren an, von Kleinmöbeln über Kleider bis zu Geschirr. «Ich lege Wert auf freundliche Preise und zufriedene Kundschaft», führt die Händlerin aus. Sie fehlte an keiner der Brocantes in Mülenen und schätzt die hiesige gute Stimmung.
Weiter hinten verkauft Kurt Morgenthaler aus Spiez restaurierte Militärtaschenmesser. «Dies ist ein richtiger Nischenmarkt, Ersatzteile sind sehr schwer zu finden», erklärt er. Seine Messer reichen bis ins neunzehnte Jahrhundert, echte Raritäten sind dabei. In aufwendiger Handarbeit verhilft er den Militärmessern zu neuer Schärfe für die zivile Verwendung. Wie seine AusstellerkollegInnen ist er engagiert dabei und kann sich dem Verkaufsvirus kaum entziehen. Der 7. Brocante Mülenen 2025 scheint nichts im Wege zu stehen.

GERHARD KAPPHAHN

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