Im Kiental an Gorneren steht ein 350 bis 400 Jahre alter Bergahorn. Er ist 15 Meter hoch, weist einen Kronendurchmesser von 25 Metern und einen Stammumfang von 4,30 Metern auf. 1954 – also vor genau 70 Jahren – nahm der Regierungsrat des Kantons Bern ihn und seinen unweit wachsenden «Bruder» ins Verzeichnis der Naturdenkmäler auf. Seither steht er unter kantonalem Schutz.
Sein Zwillingsbruder wurde vor gut 40 Jahren vom Blitz getroffen, woraufhin er lichterloh brannte. Der Feuerwehr gelang es zwar, die Flammen zu löschen. Der Schaden war aber so gross, dass der Baum später gefällt werden musste. Im Gelände sind nach wie vor Überreste des Strunks zu erkennen (Bild 3).
Der Ahorn und der Boden, auf dem er seit Jahrhunderten Wind und Wetter trotzt, befinden sich in Privatbesitz. Eigentümer, Anwohner und Pächter der Sommerweiden zollen dem «alten Herrn» Respekt. «Es ist wohl schön, dass er in einschlägiger Literatur als Kraftort aufgeführt ist. Leider hat das auch Nachteile», bedauern Anrainer, die nicht namentlich genannt werden wollen. Immer wieder könnten Personen beobachtet werden, die trotz Schild mit der Aufschrift «Privat» die Kuhweide betreten und manchmal sogar ihren Abfall hinterlassen würden. Auch komme es immer wieder vor, dass Personengruppen mit dem Auto vorführen, dabei bestehende Fahrverbote missachteten und vor Ort ihre Rituale abhielten.
Einheimische und der Ahorn freuen sich aber über Wanderer, die auf dem Weg stehen bleiben, das Naturdenkmal bewundern, sich freuen und Fotos machen.
KATHARINA WITTWER





Sehr interessanter Artikel über den Bergahorn. Möchte ihn selbst besuchen und fotografieren. Könnten Sie mir mitteilen, wo genau, ev. mit Koordinaten, der Baum steht? das wäre sehr net.
Vielen Dank und beste Grüsse
Andreas Grau
3600 Thun
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