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Es geht um Köpfe und Entschädigungen

An der Gemeindeversammlung vom 22. November soll der Gemeinderat komplettiert werden. Dessen Aufgaben und Entschädigungen sind im Personalreglement beschrieben, das dem Volk bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr vorgelegt wird.

HANS RUDOLF SCHNEIDER
Die Ersatz- und Erneuerungswahlen in Kandersteg haben sich auf je einen Sitz im Gemeinderat sowie in der Rechnungsprüfungskommission reduziert. Vorschläge für diese letzten freien Stühle können direkt an der Gemeindeversammlung vom 22. November eingebracht werden. Das heisst, dass die fristgerecht eingereichten Kandidaturen in stiller Wahl bestätigt worden sind (der «Frutigländer» berichtete). Es handelt sich dabei um den Gemeindepräsidenten Peter Stoller, den Gemeinderatspräsidenten René Maeder sowie die bisherigen Gemeinderatsmitglieder Sara Loretan, Verena Packmor, Franziska Ryter, Miriam Schneider und Heinz Steiner. Je zwei Mitglieder der Schul- und Rechnungsprüfungskommission sind ebenfalls bereits bestätigt.

Mehr Steuereinnahmen progonostiziert
Ausser um Köpfe geht es an der Versammlung auch um Zahlen und Reglemente. Vorgelegt wird das Budget 2025, in dem der Gemeinderat bei gleichbleibendem Steuerfuss von 1,8 Einheiten mit einem Verlust von 35 000 Franken im Gesamthaushalt rechnet. Gegenüber dem Budget 2024 werden mehr Steuereinnahmen (+ 9 Prozent) erwartet. Enthalten ist in der Vorlage auch die Weiterführung des jährlichen Betriebsbeitrags an die Kunsteisbahn von 150 000 Franken, worüber am selben Abend noch in einem separaten Traktandum abgestimmt wird. An Nettoinvestitionen ist für das kommende Jahr gut eine halbe Million Franken vorgesehen. Die Schulden würden gemäss Budget auf dem aktuellen Stand bleiben.

Wie hoch werden die Entschädigungen?
Auch bei der Teilrevision des Personalreglements geht es um Geld. Diese sieht unter anderem vor, Sitzungsgelder und die Entschädigung der Gemeinderatsmitglieder anzupassen. Statt weiterhin Pauschalen zu entrichten, will die Gemeinde sich prozentual an den kantonalen Gehaltsklassen orientieren. Das bedeutet zum Beispiel, dass der Gemeindepräsident statt pauschal 2000 Franken Entschädigung neu 4 Prozent des Grundgehalts (Klasse 21) von derzeit 94 321.50 Franken erhalten soll (entspricht 3772.86 Franken). Der Gemeinderatspräsident erhält statt 16 000 Franken künftig 30 Prozent der Gehaltsklasse 21 (28 296 Franken) und Ratsmitglieder 20 Prozent der Klasse 16 – neu 14 738 statt 9000 Franken. Dafür werden die Pauschalspesen auf 1000 Franken reduziert. Das Personalreglement respektive die angemessene Abgeltung der politischen Arbeit kommt dieses Jahr bereits zum zweiten Mal an die Gemeindeversammlung: Am 7. Juni hatte der Gemeinderat dieses Geschäft nach verschiedenen Wortmeldungen und Anträgen zurückgezogen (der «Frutigländer» berichtete).

Was kostet das Parkieren?
Das neue Parkplatzreglement soll der aktuellen Verkehrsproblematik besser Rechnung tragen. Geregelt werden darin unter anderem die Abgabe von Gratis-Parkplatzvignetten (für zwei Stunden) für Einheimische, der Verkauf von unbeschränkt gültigen Jahresparkkarten, das Inkasso und die Strafbestimmungen sowie die Verwendung der Einnahmen aus den Parkgebühren.

Im Infoblock zum Abschluss der Gemeindeversammlung sind die Mobilitätsstrategie sowie der Freizeit- und Tourismusverkehr ebenfalls traktandiert. Es wird um erste Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe gehen, die sowohl kurzfristige Verbesserungen als auch langfristige Optionen für die Kandersteger Verkehrsund Parkplatzprobleme aufzeigen sollen (siehe auch Text auf Seite 1). Weitere Informationen betreffen die Lage am Spitzen Stein. Abschliessend geht es noch einmal um Köpfe: Die Jungbürger erhalten ihren Bürgerbrief und langjährige Gemeindeangestellte werden geehrt.

Gemeindeversammlung Kandersteg: Freitag, 22. November, 20 Uhr, Gemeindesaal

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