Die Gemeindeversammlung in Aeschi hat gezeigt, dass auch eine ländliche Gemeinde vor heutigen Herausforderungen nicht gefeit ist. Nach einer emotionalen und engagierten Diskussion stimmte die Bevölkerung der Einführung der Schulsozialarbeit klar zu.
Rachel Honegger
«Ich ha gäng Früd, we mir über 100 si», sagte Gemeindepräsident Christian Däpp, nachdem die anwesenden Stimmbürger gezählt worden waren. 121 Stimmberechtigte sind zur Gemeindeversammlung gekommen.
Schon im Vorfeld war klar: Zu reden geben wird vor allem die vom Gemeinderat beantragte Einführung des Schulsozialdienstes ab 1. August 2026. Geplant ist eine Stelle mit einem Pensum von 30 Prozent. Weil dies wiederkehrende Kosten sind, muss die Bevölkerung zustimmen. Hätte der Gemeinderat ein Jahr gewartet, hätte er wegen zukünftiger höherer Finanzkompetenz die Einführung des Dienstes intern ohne Abstimmung beschliessen können. Doch genau das wollten sie nicht, erklärt Gemeindepräsident Christian Däpp. Ihm sei es wichtig, dass die Bevölkerung dieses emotionale Thema diskutieren könne und schlussendlich dahinterstehe.



