StartGemeindenAdelbodenSki-Weltcup Adelboden: Freitagprogramm komplett gestrichen

Ski-Weltcup Adelboden: Freitagprogramm komplett gestrichen

Der Ski Weltcup Adelboden zeigt sich tief betroffen vom Unglück in Crans-Montana. Der Freitag, vom Bundespräsidenten Guy Parmelin zum nationalen Trauertag erklärt, steht im Zeichen der Anteilnahme, das vorgesehene Programm am Weltcup entfällt.

«Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, ihren Angehörigen, bei den Einsatzkräften und bei allen Menschen, die durch dieses Ereignis betroffen sind», schreiben Gemeinde und das Weltcup-OK in einer Mitteilung am Dienstagabend. Aus Respekt und Anteilnahme am nationalen Trauertag verzichtet die Veranstalterin am Freitag auf das gesamte Programm. Das geplante Athleten-Dorf, der Live-Podcast, die Startnummernauslosung, CHUENIS hautnah, die Party im Stemmbogen (Festzelt) sowie der Medienabend finden nicht statt. Das Gelände bleibt am Freitag, 9. Januar 2026, geschlossen, wird mitgeteilt.

Die Veranstalterin möchte damit ein Zeichen der Solidarität setzen und Raum für Besinnung schaffen. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz Adelboden wird auf dem Weltcup-Gelände in der Kapelle im Boden ein Ort der Stille eingerichtet, der allen Besucherinnen und Besucher offen steht.

Die Betriebe und Restaurants im Dorf Adelboden werden ihr Abendangebot aufrechterhalten.

Der Sport verbindet

Das Renngeschehen mit Riesenslalom und Slalom und das dazugehörige Rahmenprogramm von Samstag und Sonntag finden wie geplant statt – begleitet von Gedenkmomenten im Zeichen der Verbundenheit und des Respekts. Der legendäre Riesenslalom bietet Potential für Historisches: Nach vier Siegen in Folge von Marco Odermatt will der Nidwaldner auch 2026 wieder triumphieren – ein fünfter Sieg in Serie gelang selbst Ingemar Stenmark nicht in Adelboden.

Der Slalom verspricht erneut einen echten Hundertstelkrimi. Wenn die besten Techniker der Welt durch den Stangenwald jagen, entscheidet oft ein Wimpernschlag über Sieg oder Niederlage. Aktuell sorgen Timon Haugan, Loïc Meillard und Clément Noël für Hochspannung – unter den Top 7 finden sich Fahrer aus Norwegen, der Schweiz, Frankreich, Brasilien und Österreich.

Das Chuenis stehe «seit 70 Jahren für Leidenschaft, Präzision und faszinierenden Skisport». Auch in diesem besonderen Jahr zeige sich: Der Weltcup Adelboden ist mehr als ein Rennen – er ist ein Ort der Begegnung, der Emotionen und des Zusammenhalts.

PD/HSF

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