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Wenn das Chuenisbärgli Heimat ist

Für Skifahrer ist das Chuenisbärgli ein Mythos. Für Sandro Zurbrügg ist es Heimat. Nur wenige Kilometer von seinem Elternhaus in Frutigen entfernt liegt jener Hang, der für Generationen von Skifans fast heilig ist. Nun steht er erneut selbst dort am Start.

Michael Schinnerling

«So nahe von zuhause ein Weltcuprennen zu fahren, das ist speziell. Ich freue mich sehr und werde mein Bestes geben», sagt der 23-jährige Sandro Zurbrügg aus Frutigen. Man spürt in seinen Worten, wie viel dieser Start für ihn bedeutet. Der Riesenslalomhang von Adelboden ist berüchtigt: steil, rhythmisch anspruchsvoll, technisch gnadenlos. Und doch hat Zurbrügg eine Passage, die ihn besonders fasziniert: «Der ganze Hang ist schwierig, aber am speziellsten ist sicher der Zielhang ganz unten.» Dort, wo die Fans dicht gedrängt stehen. Dort, wo die Namen der Athleten wie eine laute Stimme von den Tribünen zu hören sind. Dort, wo man als Fahrer spürt, dass man von den Zuschauern getragen wird. «Es ist sehr schön, wenn man über die Ziellinie fährt und von so vielen Leuten empfangen wird.» Steht er unter Druck? «Nein», sagt der Frutiger. «Ich habe nichts zu verlieren und muss sowieso angreifen.» Auch mit einer hohen Startnummer. «Klar wäre es schöner, weiter vorne zu starten. Aber ich werde voll angreifen müssen, um unter die ersten 30 zu fahren.» Sein Ziel ist klar: «In den zweiten Lauf kommen. Wenn das gelingt und ich einen soliden zweiten Lauf fahre, bin ich zufrieden.»

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