Der Einladung «Lesung Thomas Strässle» in die Bibliothek Spiez sind am letzten Mittwochabend rund fünfzig Leute gefolgt. Gebannt folgten sie der spektakulären Erzählung des Autors, der die aufgebaute Spannung über den Anlass hinaus aufrecht hielt.
Handlich klein im Format ist das Buch, ultra spannend – und es soll demnächst verfilmt werden: die «Fluchtnovelle» von Thomas Strässle. Auf 120 Seiten schildert der Autor die Geschichte seiner heute noch lebenden Eltern, die sich 1965 in der damaligen DDR kennen- und liebengelernt hatten. Höhepunkt – oder besser gesagt einer der Höhepunkte – ist ihre gefährliche Flucht im Folgejahr durch den Eisernen Vorhang.
In Spiez schilderte Thomas Strässle (Jg. 1972) dem Lesepublikum die Umstände, wie er seine mit dem Literaturpreis 2025 des Kantons Bern ausgezeichnete «Fluchtnovelle» realisiert hat: «Ich wusste bereits vor rund 35 Jahren, dass mir eine sehr gute Geschichte in die Wiege gelegt worden ist. Und wir alle wissen, dass man in dem Fall das natürliche Bedürfnis hat, so eine Geschichte auch zu erzählen. Der Mensch ist ‹das Geschichten erzählende Tier›, würde ich sagen.»



