Ernst und Beatrice Wandfluh wurden für den Umbau ihres Wohnhauses in Kandergrund mit Holz aus der Region mit dem Label «Schweizer Holz» ausgezeichnet. Übergeben wurde der Preis durch die Lignum Holzwirtschaft Bern.
Die Plakette ist schon am Eingang angebracht, als man sich im Bed and Breakfast bei der Familie Wandfluh in Kandergrund einfinden. Auch dieses, welches Beatrice Wandfluh unter dem Namen «Heugade» vermietet, da es in besagtem ehemaligen Heugaden liegt, ist mit regionalem Holz eingekleidet worden. Etwa ein Jahr betrug die Umbauzeit, welche in drei Etappen umgesetzt und von einheimischen Bauleuten umgesetzt wurde. «Die entferntesten Handwerker haben wir aus Adelboden und Kandersteg engagiert, die übrigen kommen aus Kandergrund und Frutigen», so Wandfluh. «Das war uns von Anfang an wichtig, nebst der Nutzung von Schweizer Holz.»
Das Haus hat eine bewegte Geschichte hinter sich – im wahrsten Sinne des Wortes: Ursprünglich stand der Wohnhausteil als Schulhaus im Oberfeld, ehe er im Jahr 1904 an den heutigen Standort gezügelt wurde und mit dem angebauten Ökonomieteil fortan als Bauernhaus diente. Da die Familie Wandfluh bereits um die Jahrtausendwende eine neue Scheune gebaut hat (diese ebenfalls mit einheimischem Holz aus dem eigenen Wald), konnten sie nun den alten Kälber- und Schweinestall sowie das Heugaden zu einem Bed and Breakfast umbauen.



