Wenn auch mit Unterbrüchen, steigen die Temperaturen im Frutigland langsam an und die Natur erwacht mit farbenprächtigen Wiesen, wohlriechenden Blüten und knirschenden warmen Nadelholzwäldern. Die Natur lädt ein, sie zu erkunden, bei Spaziergängen, mit dem Fahrrad oder anderen Freizeitmöglichkeiten. Leider beginnt mit den höheren Temperaturen auch wieder die Zeckenzeit. Kaum sichtbar im hohen Gras oder im Unterholz, warten die Parasiten auf einen geeigneten Wirt – ein Mensch, ein Hund, eine Katze – oder auch auf Nutztiere.
Jacqueline Rüesch
Zecken sind spinnenartige Parasiten. Sie nutzen deshalb vorwiegend eine Technik namens «Questing»: Das heisst, sie sitzen auf Grashalmen, Blättern oder niedrigen Sträuchern, meist bis etwa ein Meter hoch, strecken ihre Vorderbeine aus und warten. Wenn ein Tier oder Mensch vorbeistreift, klammern sie sich fest und suchen auf dem Körper herumkrabbelnd gezielt eine geeignete Stelle, warm und feucht soll sie sein und mit möglichst dünner Haut, damit sich der Stich auch lohnt.



