StartGemeindenAdelbodenStockt die Gemeinde ihre Bergbahnaktien weiter auf?

Stockt die Gemeinde ihre Bergbahnaktien weiter auf?

An der Gemeindeversammlung vom Freitag, 24. April, entscheidet das Stimmvolk über eine Beteiligung der Gemeinde an der Aktienkapitalerhöhung der Bergbahnen Adelboden AG. Auch die Finanzierung des Ortsverkehrs und der Ausbau der Schulsozialarbeit stehen auf der Traktandenliste – eine Übersicht.

Die Jahresrechnung 2025 im allgemeinen Steuerhaushalt schliesst mit einem Gewinn von rund 1,2 Millionen Franken ab. Die Abwasserrechnung erzielte einen Einnahmenüberschuss von rund 116 000 Franken, diejenige der Abfallentsorgung schloss mit einem Minus von rund 4000 Franken. Weil der Gewinn aus dem allgemeinen Haushalt in einen Fonds für künftige Fehlbeträge zurückgestellt wird, schliesst die Rechnung 2025 der Gemeinde Adelboden mit einem positiven Ergebnis von 112 000 Franken ab.

Dies ist deutlich besser als budgetiert. Gemäss dem Mitteilungsblatt zur Gemeindeversammlung ist die Verbesserung insbesondere auf höhere Steuereinnahmen in allen Positionen zurückzuführen. Obwohl die Nettoverschuldung pro Kopf gegenüber dem Vorjahr um rund 200 Franken reduziert werden konnte, ist sie mit 2483 Franken immer noch beträchtlich.

Zeichnet die Gemeinde Aktien?

Die Bergbahnen Adelboden AG plant den Ersatz der veralteten und störungsanfälligen Sillerenbahn durch einen 35,5 Millionen Franken teuren Neubau, die
sogenannte «Direttissima» (der «Frutigländer» berichtete). Diese soll die Abgangsstation im Fuhrenweidli ohne Zwischenhalt und mit neuer Linienführung mit dem Sillerenbühl verbinden. Um die Finanzierung sicherzustellen, verlangen die Banken eine Erhöhung des Aktienkapitals um fünf Millionen Franken.

Der Gemeinderat beantragt der Versammlung, davon eine Million Franken zu übernehmen. Die Einwohnergemeinde ist bereits Mehrheitsaktionärin der Gesellschaft. «Das Projekt ‹Direttissima› stellt eine zentrale Infrastrukturmassnahme für die touristische Entwicklung der Region dar», ist im Mitteilungsblatt zu lesen. So begründet der Gemeinderat seinen Antrag. Obwohl die Investition das Fremdkapital von zurzeit 19 Millionen Franken wohl erhöhen wird, sei der Betrag für die Gemeindefinanzen verkraftbar.

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