Eine Ära geht zu Ende: Nach über einem Jahrhundert stellt ein traditionsreicher Familienbetrieb seine Tätigkeit ein. In dritter Generation geführt, blickt das Unternehmen Künzi auf eine bewegte Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der Region verbunden ist.
Den Grundstein des Unternehmens legte 1905 Gottfried Künzi (1885–1952), der in Kandersteg eine Zimmerei gründete. Diese war an der Oeschistrasse in Kandersteg beheimatet, wo heute das Betriebsgebäude des lokalen Licht- und Wasserwerks steht. Nach Gottfrieds handgezeichneten Skizzen wurde gemessen, gehobelt, gezimmert. Verwendet wurde einheimisches Fichtenholz. Es entstanden daraus Holzhäuser im Chaletstil, meist zweigeschossig mit Estrichraum. In der Zimmerei wie auch beim Aufrichten und Fertigstellen der Bauten konnte der Handwerker auf die tatkräftige Hilfe seiner Brüder und Cousins aus Kandersteg zählen. «Die Arbeit war von Hand geprägt», erzählt der Grosssohn des Firmengründers und letzter Inhaber Ueli Künzi. Auch Berghütten wie die Fründen-, Balmhorn- und Doldenhornhütte entstanden.



