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Wenn Wasser zum Zündstoff wird

Ein Jahr lang sass Christian Däpp sen. in seiner Schreibstube in Aeschiried. Mit wachem Blick auf die Welt und einem feinen Gespür für das, was Menschen beschäftigt. So entstand «Quellestritt», ein Stück in fünf Akten und eines, das aktueller kaum sein könnte.

Die Geschichte spielt in den Bergen, wo die Folgen der Erderwärmung längst spürbar sind. Quellen versiegen, Bäche bleiben trocken. Was früher selbstverständlich war, wird zur knappen Ressource. «Man sollte wissen, woher das Wasser kommt, schon am Morgen, wenn man den Hahn aufdreht», sagt Christian Däpp. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück, das ab dem 1. Juli als Freilichttheater auf der Aeschiallmend gezeigt wird.

Im Zentrum steht der Bergbauer Kobi, der seinem Nachbarn Remo heimlich das Quellwasser kappt. Der eigene Mangel treibt ihn zur Tat, doch Remos verschwenderischer Umgang mit dem Wasser hat ihn wütend gemacht. Was folgt, ist ein eskalierender Streit, der alte Familienzwiste ans Licht bringt und die Dorfgemeinschaft auf die Probe stellt. Doch wie so oft in Däpps Stücken sind es nicht die Gräben, die bleiben, sondern die Brücken, die gebaut werden. Die junge Generation bringt überraschende Wendungen, und am Ende siegt die Kraft der Gemeinschaft.

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