Am Mittwochabend verwandelte sich das Kirchgemeindehaus in eine kleine Galerie. In einer feierlichen Vernissage präsentierte der ukrainische Maler Leonid Zabrowski seine Werke – eine Ausstellung, die nicht nur durch künstlerische Qualität, sondern auch durch seine Lebensgeschichte beeindruckt.
Nach der herzlichen Begrüssung durch die Organisatorin Verena Rohr wurde der Abend musikalisch von einer in Frutigen lebenden Klavierlehrerin aus der Ukraine, Oksana Don, untermalt. Im Anschluss wandte sich der Künstler selbst mit persönlichen Worten an das Publikum. In seiner Ansprache bedankte er sich für die Aufnahme in der Schweiz und das Privileg, mit seiner Familie hier in Sicherheit leben zu dürfen. Besonders die hiesige Landschaft, die ihm zur neuen Inspiration geworden ist, hob er lobend hervor.
Von der Flucht zur neuen Schaffenskraft
Hinter der farbenfrohen Kunst steht ein schweres Schicksal: Der ausgebildete Maler und ehemalige Kunstlehrer, der Mitglied der National Union of Artists of Ukraine ist, flüchtete im Jahr 2020 aus der Ostukraine. In der Ungewissheit des Krieges musste er mehrere hundert Kunstwerke in seiner Heimat zurücklassen – ein überaus schmerzhafter Verlust für jeden Kulturschaffenden.



