Übernachtungsgäste bezahlen eine Kurtaxe und leisten damit einen Beitrag an die Tourismusfinanzierung. Dabei bestehen klare Regeln zur Verwendung der Gelder, was beispielsweise die Finanzierung von Werbespots ausschliesst. Daher wird der Tourismus über verschiedene Abgaben gefördert.
Im Zusammenhang mit der Tourismusfinanzierung werden verschiedene
Begriffe verwendet: Beherbergungsabgaben, Kurtaxen oder Tourismusförderungsabgaben. Dabei stehen die unterschiedlichen Bezeichnungen auch für verschiedene Finanzierungsinstrumente. Caroline Willems von der Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg AG (TALK) erklärt die Abgaben im Tourismus und deren Verwendung. «Es ist eine Art Steuer», veranschaulicht Caroline Willems die Kurtaxe. Hierbei handelt es sich um eine klassische Abgabe für Übernachtungsgäste. Deren Ursprung geht zurück auf die ersten Kurorte und Heilbäder, die für die Nutzung der Infrastruktur eine Abgabe – die Kurtaxe – verlangten. Später kamen Aufgaben wie die Dorfverschönerung, gepflegte Wanderwege oder kulturelle Veranstaltungen dazu, die man mit der Kurtaxe finanzieren konnte.
Verschiedene Gemeinden, unterschiedliche Ansätze
Mit der Einführung des kantonalen Tourismusentwicklungsgesetzes hat sich die Tourismuslandschaft und damit auch die Aufgaben verändert. Die einzelnen lokalen Tourismusvereine haben sich zu Destinationen zusammengeschlossen. Davon gibt es im Kanton Bern neben der TALK fünf weitere, deren Kernauftrag die Marktbearbeitung und Tourismusentwicklung umfasst. Weitere ehemalige operative Aufgaben der Tourismusvereine, wie etwa die Pflege von Wanderwegen, liegen heute teilweise in der Zuständigkeit der Gemeinden. Die Tourismusvereine im Frutigland sind also nicht mehr operativ tätig und fungieren heute als Bindeglied zwischen der Tourismusorganisation und der Bevölkerung. Als Aktionäre bestimmen sie zudem über die Verwendung der Kurtaxe in den Tourismusorten mit.



