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Scheinheilige Eisheilige

Warum kommen die sogenannten Eisheiligen so unregelmässig? Und warum nicht dann, wann «sie sollen»? Kann man sich überhaupt auf sie verlassen oder sind sie ein blosser Mythos?

Die drei bis fünf Tage der Eisheiligen zwischen dem 11. und 15. Mai 2025 sind Gedenktage von Heiligen im Frühling. In der Meteorologie stellen die Eisheiligen eine Besonderheit dar: Ähnlich wie die Schafskälte im Juni oder der Altweibersommer im September entstand aus jahrhundertealten Erfahrungen in der Landwirtschaft mit hartnäckigen Frosttagen im Frühling die Überlieferung der Eisheiligen.

Laut altem Volksglauben wird das milde Frühlingswetter erst nach der «kalten Sophie» am 15. Mai richtig stabil. Ab dann sollte definitiv kein Bodenfrost mehr auftreten, der den Pflanzen und somit der Landwirtschaft gefährlich werden könnte. Zu den Eisheiligen zählen mehrere Namenstage von kirchlichen Heiligen im Mai, an denen, verschiedenen regionalen Bauernregeln zufolge, die letzten Frostnächte des Frühjahrs möglich sind. Diese Namenstage bezogen sich ursprünglich aber auf den julianischen Kalender, der nach 1582 in unseren Ländern allmählich abgeschafft wurde.

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