Wie hat Aeschi bei der Gründung der Wasserversorgungsgenossenschaft ausgesehen? Der Versuch, sich in die Zeit um 1900 zurückzuversetzen.
Beginnt man die Geschichte von Aeschi aufzurollen, kann man begründet sagen, dass der Ort im 13. Jahrhundert Mittelpunkt einer Grosspfarrei war: Die Kirche ist im Jahr 1228 im Lausanner Kirchenbuch erwähnt, zahlte dorthin also Abgaben und war bis zum Beginn der Neuzeit von regionaler Bedeutung. Patron der Kirche war St. Petrus. Die Kirche ist architektonisch im Kern ein romanischer Bau, der aber Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert enthält.
Am Thunersee waren vor über 1000 Jahren unter der weitgehend romanischen Herrschaft der Hochburgunder (sie endete erst 1033) zwölf romanische Kirchen entstanden: Dies sind nebst dem Kirchenbau in Aeschi diejenigen von Spiez, Leissigen, Frutigen, Thun, Scherzligen, Thierachern, Amsoldingen, Einigen, Wimmis, Sigriswil und Hilterfingen. Einige von ihnen wurden in der Zwischenzeit entweder deutlich überarbeitet oder gar ersetzt. Der Baubeginn der heutigen Kirche von Aeschi wird um 1488 vermutet.



