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Der goldene Stern im Thuner Wappen

Die neue Sonderausstellung im Schloss Thun nimmt die Wappen der Stadt, der Thunburger und der Gesellschaften unter die Lupe. Im Zentrum steht die Frage, wie der goldene Stern ins Wappen kam.

Im Mittelalter dienten Wappen als Identitätszeichen adeliger Familien. In Thun demonstrierten sowohl die Stadtgründer, die Zähringer, als auch ihre Nachfolger, die Kyburger, mit herzöglichen Wappen ihre Herrschaft über die Stadt. Auch die Adeligen der Region besassen ihre eigenen Ehrenzeichen. Später verdeutlichte das Berner Wappen, der Bär, die erzwungene Zugehörigkeit Thuns zum bernischen Stadtstaat. Gleichzeitig begannen die Thuner Burgerfamilien, ihren wachsenden Einfluss mit eigenen Familienwappen zu unterstreichen.

In der neuen Sonderausstellung im Schloss Thun unter dem Titel «Ausgezeichnet! Der goldene Stern von Thun – 550 Jahre Schlacht von Murten» wird diese spannende Entwicklung wissenschaftlich dokumentiert und für Laien verständlich erklärt.

Wappen enthalten mehrere Botschaften: Sie verweisen auf Gruppenzugehörigkeit, sozialen Status und politische Machtansprüche. So wurden Burgerfamilien verpflichtet, ein Familienwappen zu führen, das im Burgerbuch eingetragen wurde. Auch die Gesellschaften und Zünfte legten sich Ehrenzeichen zu, die in der Ausstellung gezeigt werden. Die älteste Thuner Gesellschaft ist die Gesellschaft zu Metzgern, die im 14. Jahrhundert entstand. Spätestens im 15. Jahrhundert sind auch die Pfistern, Oberherren, Schmiede und Schuhmacher durch ihre Wappen belegt.

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Peter Schibli
Peter Schibli
Peter Schibli (geb. 1956) wuchs in Bern auf, studierte an der Universität Rechtwissenschaften und begann bereits während des Studiums als Gerichtsreporter zu arbeiten. 1984 promovierte er mit einer Dissertation über das Schweizerische Bundesgericht. Nach Redaktionsstellen bei «Der Bund» und beim «Badener Tagblatt» wechselte er 1986 zur Basler Zeitung, der er 21 Jahre lang treu blieb: Inlandredaktion, Deutschland-Korrespondent, USA-Korrespondent, Online-Redaktion, Mitglied der Chefredaktion waren seine Stationen. Kurz bevor die BaZ unter Christoph Blochers Einfluss geriet, wechselte Schibli zur SRG, wo er die letzten elf Jahre als Direktor swissinfo.ch und als Nationaler Koordinator Multimedia tätig war. 2018 ging er vorzeitig in Pension. Seither arbeitet Schibli als freier Journalist (u.a. als Gerichtsreporter für den Frutigländer). In der Freizeit spielt er Theater sowie Fagott und geniesst den Unruhestand.

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