Es ist ein grosses Jubiläum und doch auch ein «ganz normales Geschäft»: Die 125. Hauptversammlung der Wasserversorgungsgenossenschaft bot einen Rückblick auf 125 Jahre – behandelt wurden aber auch die ordentlichen Traktanden.
In seiner einleitenden Rede erinnerte Präsident Hansueli Rauber an den Jubiläumsanlass: Im Jahr 1901, vor 125 Jahren, hatten Bürgerinnen und Bürger aus Aeschi und Spiez beschlossen, gemeinsam eine Wassergenossenschaft zu gründen und sauberes Trinkwasser an alle Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Gemeinden zu verteilen.
Die Wasserversorgung baute in diesen 125 Jahren diverse Quellfassungen, Reservoire, Pumpwerke, Verteilschächte und über 125 Kilometer Hauptverteilleitungen. Neben dem Trinkwasser war auch immer der Brandschutz mit Hunderten von Hydranten eine wichtige Aufgabe und ist es bis heute geblieben.
Das Wichtigste von 2025
Der Rückblick auf das vergangene Jahr fällt positiv aus: Die Wasserbilanz war aufgrund der ergiebigen Niederschläge insgesamt gut und bescherte ein gutes Betriebsjahr für die WVG Aeschi–Spiez. Während die Monate bis April niederschlagsarm waren, wirkte sich die kontinuierliche Schneeschmelze positiv auf die Quellschüttungen aus. Im April kam es im Berner Oberland zu intensiven Regen- und Schneefällen. Dies wiederholte sich im Juli, was zu einer stabilen und ergiebigen Quellschüttung im Sommer und Herbst beitrug. So musste auch das Grundwasserpumpwerk dank der Wettersituation nur wenig zur Versorgung beigezogen werden.
Die umfassende Kontrollwartung sämtlicher Hydranten wurde an eine Fachfirma vergeben. Deren Wartungsarbeiten werden innerhalb von vier Jahren bei sämtlichen rund 780 Hydranten im Versorgungsgebiet durchgeführt. Zudem wurden folgende Massnahmen in Auftrag gegeben oder beschlossen:
- Erneuerung des generellen Wasserversorgungsplans,
- Erstellung einer neuen Website,
- Beschaffung eines zusätzlichen Elektrofahrzeugs für das Betriebs-
personal.
Dem Grundwasserpumpwerk Kandergrien wird seitens der kantonalen Behörden eine erhöhte Bedeutung beigemessen, und auch die per Ende Jahr auslaufende Konzession konnte verlängert werden. «Ohne Wasser wären wir vom Leben abgeschnitten», ergänzte die Spiezer Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner in einer kurzen Dankesrede, die sie auch im Namen des ebenfalls anwesenden Gemeindepräsidenten von Aeschi, Christian Däpp, hielt.



