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Vielfalt statt Gift

Wie man im Garten für ein Gleichgewicht und die Reduktion von Schädlingen ohne Pflanzenschutzmittel sorgen kann, stellt Simon Ziörjen aus der Gärtnerei Bad Heustrich vor.

Martina Kallenberg

Wer die Gärtnerei Bad Heustrich schon länger kennt, wirft sicher ab und zu einen Blick in das kleine Biotop, in dem zu gegebener Zeit Frosch- oder besser Krötenlaich schwimmt. «Und einen Molch habe ich auch gesehen!», begeistert sich Stéphanie Philippe, die dort arbeitet.

Die junge Frau versorgt die pflanzlichen und tierischen Bewohner des Biotops mit Wasser und freut sich, für diese Lebewesen sorgen zu können. «Wir probieren, mit statt gegen die Natur zu arbeiten und nehmen unsere Klienten in dieser Begeisterung mit», erzählt Simon Ziörjen, der die Gärtnerei der Stiftung Bad Heustrich leitet. Das funktioniert offenbar sehr gut.

Die Natur hilft dem Gartenbau

«In den Gewächshäusern setzen wir Nützlinge das ganze Jahr über bis Oktober oder November ein», erklärt der Produktionsleiter und Arbeitsagoge. Dort sieht man am Gestänge kleine Biocontrol-Pappen hängen. Alle zwei Wochen kommen jahreszeitlich angepasste Nützlinge wie Schlupfwespen oder Florfliegenlarven per Post an und dürfen sich an den Blattläusen gütlich tun. Chrysoperla carnea, Phytoseiulus persimilis oder Encarsia formosa heissen die Helfer, die dafür sorgen, dass keine Schädlinge Kräuter, Gemüse und Blumensetzlinge zugrunde richten.

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