StartGemeindenAeschi«Hallo Läbä» – wenn das Leben auf der Bühne tanzt

«Hallo Läbä» – wenn das Leben auf der Bühne tanzt

Das Tanzprojekt «Hallo Läbä» der Tanzschule sub(s)tanz aus Aeschi verwandelte das vergangene Wochenende in ein pulsierendes Fest des Lebens. Drei ausverkaufte Vorstellungen, drei Mal geballte Energie: Die Bühne wurde zum Spiegel des Menschseins – vom ersten Staunen eines Kindes bis zu den stürmischen Jahren des Erwachsenwerdens. 

Im Zentrum steht der symbolische Rucksack, den jeder Mensch mit sich trägt: mal leicht und farbig, mal schwer beladen, aber immer gefüllt mit neuen Wünschen und Träumen. Dieses Bild führt das Publikum durch alle Szenen. Die Aufführung beginnt poetisch: Ein kleiner Junge, umgeben von Naturbildern, Fantasie und kindlicher Neugier, entdeckt die Welt: Blumen, Schnee, Sterne, Wind – die Bühne ist ein offenes Universum voller Möglichkeiten. Mit dem Eintritt in die Schule verändert sich der Rhythmus. Unterrichtsszenen, Bewegungsübungen und tänzerische Elemente verschmelzen zu einem lebendigen Bühnenbild. Lehrpersonen begrüssen Kinder, Bücher werden aufgeklappt, Stimmen leiten an und motivieren. Humorvolle Figuren sorgen für Leichtigkeit.

Streetdance in all seinen Facetten: Kinder, Jugendliche und Erwachsene performen ausdrucksvoll und kraftvoll. Bilder: Michael Schinnerling

Die Show wird intensiver, wilder und emotionaler: Die Pubertät hält Einzug mit all ihren Widersprüchen. Körper verändern sich, Gefühle werden stärker und die Träume grösser. Die Jugendlichen suchen Halt. Sie finden neue Vorbilder, verlieren und finden sich wieder. Ein lang verborgener Wunsch meldet sich zurück und zeigt, wer man sein könnte. Die Botschaft: Widersprüche gehören zum Leben. Grenzen gehören zur Freiheit.

120 Tänzerinnen und Tänzer – ein Herzschlag

Die Aufführung zeigt Streetdance in all seinen Facetten: Hip-Hop, Breakdance, Lyrical Hip-Hop und House. Rund 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene stehen gemeinsam auf der Bühne. Anfängerinnen tanzen neben Fortgeschrittenen, Soloparts gibt es bewusst keine. Das Projekt lebt vom Miteinander, vom gegenseitigen Tragen und gemeinsamen Wachsen. Seit März 2025 wurde am Drehbuch gearbeitet, seit August intensiv geprobt. Sieben Tanzlehrerinnen und -lehrer choreografierten ihre Teile, unterstützt von vielen helfenden Händen. Eine Erzählerin führt durch die Geschichte und verleiht dem Projekt mit ihrer Stimme zusätzliche Tiefe.

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