Kürzlich besuchten 14 blinde und sehbehinderte Menschen mit ihren Begleitpersonen den Lötschberg-Basistunnel. Unter kundiger Leitung zweier Fachleute liessen sie die Atmosphäre in der Rohbau-Röhre auf sich einwirken.
Wer blind ist, geht 24 Stunden täglich durch einen unbeleuchteten Tunnel. So betrachtet war der Ausflug in die Katakomben der Neat-Röhre für die Gruppe der Sektion Berner Oberland des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes und die Begleitpersonen nichts Aussergewöhnliches.
Wenn die beiden BLS-Führer Hansueli Hachen und Guido Trummer Menschen auf dem Weg durch die Dunkelheit begleiten, wird aus dem Gang durch die Katakomben des Lötschberg-Nordportals ein spannendes und lehrreiches Abenteuer. Bevor man sich per Kleinbus in den zurzeit im Ausbau befindlichen Rohbau-Tunnel begab, informierten Hachen und Trummer im BLS-Besucherzentrum im Historischen Frutiger Bahnhof ausführlich über verschiedenste Aspekte des Bahnbetriebs. Sie legten dabei besonderen Wert auf die Schilderung der Rettungs- und Evakuierungsmassnahmen, wenn ein Zug mitten in der Röhre stehen bleibt oder gar in Brand gerät. Dieses Thema ist für Menschen mit einer Behinderung von besonders grosser Bedeutung.



