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Menschenhandel in der reichen Schweiz

Menschenhandel und Ausbeutung kommen in der reichen Schweiz häufiger vor, als es die Statistiken vermelden. Die Dunkelziffer ist hoch. Und wenn denn mal ein Fall vor Gericht landet, dann überschlagen sich die Schlagzeilen. Am Regionalgericht Oberland wird derzeit gegen drei Personen aus Serbien verhandelt.

Menschenhandel betreibt, wer als Anbieter, Vermittler oder Abnehmer mit einem Menschen Handel treibt zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Ausbeutung seiner Arbeitskraft oder zwecks Entnahme eines Körperorgans. Entscheidend sind Zwang, Täuschung, Drohung oder Ausnutzung einer besonderen Verwundbarkeit des Opfers. Von Wucher oder Ausbeutung spricht man, wenn jemand die Zwangslage einer anderen Person, deren Unerfahrenheit oder einen Mangel an Urteilsvermögen ausnutzt und unangemessen hohe Leistungen verlangt. Es geht um einen besonders unfairen Ausnutzungsvorgang, aber nicht zwingend um Freiheitsentzug oder Zwang im Sinn von Menschenhandel.

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Peter Schibli
Peter Schibli
Peter Schibli (geb. 1956) wuchs in Bern auf, studierte an der Universität Rechtwissenschaften und begann bereits während des Studiums als Gerichtsreporter zu arbeiten. 1984 promovierte er mit einer Dissertation über das Schweizerische Bundesgericht. Nach Redaktionsstellen bei «Der Bund» und beim «Badener Tagblatt» wechselte er 1986 zur Basler Zeitung, der er 21 Jahre lang treu blieb: Inlandredaktion, Deutschland-Korrespondent, USA-Korrespondent, Online-Redaktion, Mitglied der Chefredaktion waren seine Stationen. Kurz bevor die BaZ unter Christoph Blochers Einfluss geriet, wechselte Schibli zur SRG, wo er die letzten elf Jahre als Direktor swissinfo.ch und als Nationaler Koordinator Multimedia tätig war. 2018 ging er vorzeitig in Pension. Seither arbeitet Schibli als freier Journalist (u.a. als Gerichtsreporter für den Frutigländer). In der Freizeit spielt er Theater sowie Fagott und geniesst den Unruhestand.

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