In einem zweitägigen Nothilfekurs des MSV Kandertal lernten Schülerinnen und Schüler der Schule Reichenbach, wie sie Unfälle beurteilen, Wunden versorgen und reanimieren. Eine Erfahrung, die zeigte: Acht Minuten Herzdruckmassage bringen an die Grenzen – und können Leben retten.
MICHAEL SCHINNERLING
Tabea Ammann stand vergangene Woche vor 33 Schülerinnen und Schülern der Schule Reichenbach. Die Chefin Nothilfe und Sanitätsdienst beim Militär-Sanitäts-Verein (MSV) Kandertal hatte eine klare Botschaft: Wer weiss, was zu tun ist, kann Leben retten. Gemeinsam mit Sandra Brog, Präsidentin ad interim, und Svenja Hasslinger leitete sie den zweitägigen Nothilfekurs. Unterstützt wurde das Team vom MSV RESCUEteam Thun, bei dem Ammann und Brog ebenfalls aktiv sind. Zu Beginn lernten die Schülerinnen und Schüler, welche Gefahren an einem Ereignisort auftreten können und wie das Ampelschema – schauen, denken, handeln – hilft, Situationen strukturiert einzuschätzen. Anhand von Bildern wurden reale Fallbeispiele wie Hausbrände oder Verkehrsunfälle besprochen. Besonders wichtig sei der genaue Standort, betonte Ammann, damit Rettungskräfte rasch disponiert werden können – vor allem, wenn ein Telefonat plötzlich abbricht.
Unfallszenarien und praktische Übungen
Die Schüler und Schülerinnen analysierten verschiedene Szenarien, darunter einen Autounfall, ein Tunnelereignis am Gotthard und einen Unfall auf der Autobahn. Sie mussten entscheiden, wo das Fahrzeug abgestellt und wo das Pannendreieck platziert werden muss:



