StartTechnikAnalog fotografieren, kreativ und experimentell

Analog fotografieren, kreativ und experimentell

«Zu viele Optionen machen unglücklich», ist im Fachbuch «Absolut analog» von Monika Andrae und Christ Marquardt zu lesen. Die heutige Bilderflut wäre ohne die perfekte Welt der Digitalfotografie undenkbar. Aber sind die Aufnahmen damit besser oder aussagekräftiger? Der Fotograf aus Frutigen und Autor dieses Artikels hegt Zweifel und berichtet von seinen Erfahrungen mit der analogen Fotografie als bewusstem Gegenpol.

Die Anfänge der Fotografie reichen bis ins Jahr 1825 zurück. Damals wurde mit optischen Verfahren und giftigen chemischen Prozessen laboriert, um Bilder dauerhaft zu fixieren. Der Durchbruch gelang mit lichtempfindlichen Trägern. So nahm der Franzose Nicéphore Niépce 1826 die älteste heute noch erhaltene Fotografie auf. Sie zeigt den Blick aus seinem Arbeitszimmer im französischen Saint-Loup-de-Varennes. Die analoge Fotografie war geboren und eroberte die Welt und die Herzen zahlloser Menschen.
150 Jahre später, 1975, wurde im Labor der amerikanischen Eastman Kodak Company die erste Digitalkamera gebaut. Ein über 3 Kilogramm schweres Gerät, das Bilder aufzeichnen und auf einem Bildschirm anzeigen konnte. Dies revolutionierte die Fotografie fundamental. Mechanische Kameras, Filme und Labors wurden weitgehend verdrängt.

Mehr als ein Trend
Das analoge Fotografieren erfreut sich heute wieder grosser Beliebtheit. Wer sich für diese Technik entscheidet, setzt auf ruhiges und handwerkliches Arbeiten. Vor dem Fotografieren werden Entscheidungen getroffen, welche die Bildwirkung unumkehrbar beeinflussen.

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