StartNewsGesellschaft«Äs isch so gmüetlech gsii»

«Äs isch so gmüetlech gsii»

Das Pfingstkonzert mit dem Jodklerklub Alpenrösli Kandergrund, den Edelwyss-Stärnen aus Grindelwald und der Formation Berner Örgeliplausch sorgte für eine volle Kandergrunder Dorfkirche und weite Herzen.

In einem über zweistündigen Programm zogen die Musikformationen und der Organist Willy Heger sämtliche Register ihres Könnens. Ein Novum war die von Moderator und Handörgeler Peter Gros­sen aus Frutigen angekündigte «Volksabstimmung» bei der Zugabe des «Örgeliplausch»: Das gegenüber «Good-bye, my Love, Good-bye» unterlegene Stück kam bei der anschliessenden «After hour» im Gasthaus Altels noch zur Aufführung. Dort feierten die drei Formationen das Wiedersehen im etwas kleineren Rahmen.

Unterhaltung auf hohem Niveau
«Wir freuen uns über eine übervolle Kirche«», hielt der Präsident des gastgebenden Jodlerklubs Alpenrösli in seiner Begrüssung fest. Daniel Steiner hatte nicht übertrieben: Bereits eine Stunde vor Konzertbeginn begannen sich die Kirchenbänke zu füllen; vor den offenen Kirchentüren standen viele Gäste, und selbst ein Schirmständer erfuhr ein Upgrade zur Sitzgelegenheit.
Vom ersten Takt an begeisterten die vier Mannen vom Berner Örgeliplausch mit ihrem beschwingten, lüpfigen Spiel und einem souverän agierenden Bassisten. «Hallo Lorenz!» fand auch wegen dem damit zusammenhängenden «Gschichtli» aus einem früheren Konzert die Gunst des Publikums. Weitere Stücke, etwa «Typisch Schütz» («äs Föxli», so der Moderator) oder «äs Märschli», machten die musikalische Bandbreite der Örgeler und des Saitenstreichers sichtbar. Die humorvolle Moderation wurde dabei zum eigenständigen Konzertbestandteil mit Unterhaltungswert.

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