Kamera Obscura – eine Kamera nur für Geduldige
Auf den ersten Blick wirkt sie eher wie eine Bastelarbeit als wie eine Kamera. Die Urmutter aller Kameras besteht im Grunde nur aus einem lichtdichten Kasten mit einem winzigen Loch. Was simpel klingt, verlangt viel Zeit: Zwischen der Aufnahme und dem fertigen Bild liegen etliche Arbeitsschritte und mehrere Stunden im Fotolabor. Für den Versuch fotografierte und entwickelte ich mit der Kamera Obscura und stellte schnell fest, dass Geduld dabei mindestens genauso wichtig ist wie das Motiv.
Die Idee der Kamera Obscura ist erstaunlich alt. Bereits in der Antike beobachteten Gelehrte, dass Licht durch eine kleine Öffnung ein Bild der Aussenwelt auf eine gegenüberliegende Fläche projizieren kann. Der arabische Wissenschaftler Ibn al-Haytham brachte dieses Phänomen bereits im 11. Jahrhundert wissenschaftlich aufs Papier.



