StartGeschichteMit Uhren gegen die Armut

Mit Uhren gegen die Armut

In der zweiten Hälfte der 1840er-Jahre war die Armut im Frutigland sehr gross. Es fehlte an Verdienstmöglichkeiten. Zwar wurde Frutigtuch gewoben, aber daran hatten die Armen kaum Anteil; in den Hütten standen keine Webstühle. Neue Erwerbszweige wie Klöppeln, Strohflechten und Schnitzen wurden versucht, konnten aber nicht Fuss fassen. Im Schieferabbau und in der Zündhölzchenfabrikation fanden viele Leute Arbeit. Dann zeigte sich ein neuer Hoffnungsschimmer: der Aufbau einer Uhrenindustrie, wie sie seit Langem im Jura florierte.

Es begann im Emdtal. Dort reparierte Peter Zurbrügg (1805–1869) seit Anfang der 1830er-Jahre Uhren. Er muss ein talentierter Uhrmacher gewesen sein. In seine Werkstatt brachten nicht nur Leute aus der Gegend ihre Uhren, sondern auch solche aus anderen Tälern des Oberlandes, aus Thun und Bern, ja sogar aus der Westschweiz und dem Wallis.

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