KULTUR Auch das Frutigland ist an der diesjährigen Ausstellung der Gilde der Schweizer Bergmaler und Bergmalerinnen in Grindelwald vertreten. Die Adelbodner Björn Zryd und Daniel Josi setzen ihre Bergwelten auf ganz unterschiedliche Weise in Szene.
Die 29. Ausstellung der Gilde der Schweizer Bergmaler und Bergmalerinnen (GSBM) findet dieses Jahr an ihrem Gründungsort Grindelwald statt. Das Gletscherdorf hat in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart viele Maler in seinen Bann gezogen. Das imposante Panorama und die beeindruckenden Berge sind tausendfach auf Leinwand verewigt worden. Für die Ausstellung «Spirit of the Alps» haben die Gildenmitglieder versucht, den Geist der Alpen malerisch darzustellen. Die Künstler und Künstlerinnen präsentieren seit dem 31. Juli ihre neuesten Bergbilder der Öffentlichkeit und pflegen damit die Tradition der Schweizer Bergmalerei.
Vom Wetterhorn fasziniert
Über 40 Mitglieder stellen ihre neuen Werke aus, darunter auch zwei Künstler aus dem Frutigland. Mit den zwei Acrylbildern «Eiger» und «Speedy Wätter» ist Björn Zryd an der Ausstellung vertreten. Wichtig war ihm beim Ersteren, die Wucht und Einzigartigkeit der Wand darzustellen: «Ich habe dabei viel mit senkrechten Linien und mit dunklen Schatten gearbeitet, um die Mächtigkeit der Nordwand darzustellen.» Schon lange habe es ihn gereizt, das Wetterhorn zu malen. «Der Berg gefällt mir aus serordentlich, ich wünschte, er stünde in Adelboden», so Zryd, Inhaber des Kunstraums am Dorfplatz in Adelboden. Nun habe sich mit der Ausstellung die Gelegenheit ergeben, diesen auf Leinwand zu bringen.
Berge bestiegen und gemalt
Mit sechs Bergbildern in Aquarell ist Daniel Josi an der Ausstellung präsent. «Seit etwa sieben Jahren nehme ich mir mehr Zeit zum Malen», sagt der diplomierte Innendekorateur. Die Berge rund um Grindelwald sind ihm bestens vertraut. In der Vergangenheit hat er die meisten von ihnen selbst erfolgreich beBjörn Zryd zwischen «Eiger» und «Speedy Wätter». Der gelernte Bildhauer malt mehrheitlich Kühe und Ziegen. Aber auch Berge, vorzugsweise rund um Adelboden, haben es dem Künstler angetan. stiegen. Er erwähnt, dass er jeweils versucht, seinen Bildern eine gewisse Varietät zu verleihen. «Dabei wähle ich Farben, die in der Realität eigentlich gar nicht vorkommen», und deutet auf sein Gemälde der Jungfrau. Manchen Betrachter mag beim ersten Anblick die Farbwahl leicht überraschen, hingegen lassen die klaren Konturen den Berg eindeutig als die berühmte Jungfrau erkennen. Beide Künstler zeigten sich am Ende der Vernissage vom letzten Freitag zufrieden und waren erfreut über das grosse Interesse seitens der zahlreichen Besucher und Besucherinnen.
Infos: Die Ausstellung im Kongresssaal Grindelwald ist bis 23. August von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 14 Uhr bis 19 Uhr, geöffnet. Björn Zryd und Daniel Josi werden am 6. August sowie am 9. August während der Matinée und an der Finissage vom 23. August anwesend sein.
Mehr zur dieser Ausstellung gibt es unter www.gsbm.ch



