Der Bergsturz bei Blatten zwang das Hotel Fafleralp im Lötschental seinen Betrieb 16 Monate zu schliessen. Seit Juli kann es dank dem Bau einer Hilfsstrasse wieder Gäste empfangen und bleibt bis Ende Oktober geöffnet.
Die Hotel Fafleralp AG beantragte an ihrer Generalversammlung von letzter Woche die Schaffung eines Kapitalbands von 1,94 Millionen Franken. Damit erhält sie Mittel, um die wirtschaftlichen Folgen des Naturereignisses von 2025 sowie des bis 2029 eingeschränkten Betriebs aufzufangen. Dazu planen die Kuoni-und-Hugentobler-Stiftung sich im Rahmen der Kapitalerhöhung mit 1,5 Millionen Franken zu beteiligen. Sie will auch ihre touristische Expertise in den Verwaltungsrat einbringen. Ihr Engagement begründet sie mit dem Stiftungszweck, nachhaltigen Tourismus zu fördern. Verhaltenes erstes Halbjahr 2026 Zum vierten Mal in Folge liegen die Übernachtungen in Schweizer Hotels im Minus. Das Fernbleiben internationaler Gäste drückt auf die Bilanz.
Nachdem 2026 in den ersten beiden Monaten vielversprechend an die Höchstwerte des Vorjahres anknüpfte, hat sich das Blatt gewendet. Der Juni als traditioneller Auftakt der Sommersaison brachte ernüchternde Zahlen. Die Logiernächte sanken im Vergleich zum Mai um 2,4 Prozent. Die Ursache ist die schwächere Nachfrage aus dem Ausland. Während die Schweizer mit einem minimalen Rückgang von 0,1 Prozent der Hotellerie die Treue hielten, brachen die Zahlen bei den ausländischen Besuchern um 4,4 Prozent ein. Die Nachfrage aus den meisten europäischen Märkten – Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und die skandinavischen Länder – präsentiert sich stabil. Einzig in den Benelux-Staaten dämpfen Inflation, Preissteigerungen und Unsicherheiten die Buchungsfreude. Asien schwächelt spürbar. Die Nachfrage aus Saudi-Arabien hält sich auf Vorjahresniveau. In Nordamerika wird kurzfristiger gebucht. Trotz dieser Dellen zeigt sich Schweiz Tourismus (ST) zuversichtlich: «Die Branche setzt vermehrt auf Qualität, längere Verweildauern und eine breitere Verteilung der Gäste über das ganze Jahr und alle Regionen hinweg,» sagt ST-Direktor Martin Nydegger. Aus seiner Sicht geht der Schweizer Tourismus «mit einem robusten Fundament in die zweite Hälfte des Sommers».



