Fünf Tage lang trainierte der 15-jährige Mühlematter Cedric aus Faulensee im Königscamp in Wildhaus SG. Dort feilte er gemeinsam mit Jungschwingern aus der ganzen Schweiz an seiner Technik, erhielt wertvolle Tipps von Spitzenschwingern und nahm vor allem eines mit: Motivation für die Zukunft.
«Ich denke sicher mit einem schönen Gefühl zurück. Es war eine lustige und spannende Zeit im Königscamp, zudem auch noch meine letzte Ferienwoche bevor ich in meinen Lehre als Käser startete», sagt Mühlematter Cedric. Besonders gefreut habe er sich darüber, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. «Das erste Highlight war sicher, wieder einmal alle zu sehen, die man sonst nicht immer trifft.» Neben den Trainings seien auch die gemeinsamen Erlebnisse mit den anderen Jungschwingern ein wichtiger Teil der Woche gewesen. «Es war einfach alles lustig.»
Technik im Mittelpunkt
Sportlich habe ihm das Camp einiges gebracht. «Ich habe gelernt, dass man dranbleiben und den Spass nie verlieren sollte», erzählt der 15-Jährige. Gleichzeitig habe er erkannt, wie wichtig es sei, mehrere Schwünge zu beherrschen. «Man sollte mehr als nur einen Schwung lernen.» Besonders intensiv arbeitete Mühlematter an der Bodenarbeit. «Die hat uns Vollenweider Jeremy sehr gut erklärt.» Dort sehe er nach dem Camp auch seine grössten Fortschritte. «Die Schwünge sind sauberer geworden und am Boden habe ich jetzt sicher ein, zwei Möglichkeiten mehr als vorher», so Mühlematter. Besonders beeindruckt hat ihn eine Erkenntnis der Spitzenschwinger «Jeder kann gut sein. Man muss nicht zwei Meter gross und 350 Kilo schwer sein. Wenn du die Technik nicht kannst, brauchst du grosse Kraft.» Entscheidend seien Technik und Fleiss. Neben den Trainings blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Mit Spitzenschwinger Vollenweider Jeremy habe er nicht nur trainiert, sondern auch Spiele gespielt. «Das war noch lustig», sagt Mühlematter. Ebenso beeindruckt habe ihn die Offenheit innerhalb der Schwingerfamilie. «Mit jemandem, den du nicht kennst, kannst du einfach reden. Wir wollen alle dasselbe.» Für die kommenden Schwingfeste nimmt der Faulenseer viel Motivation mit. «Ich möchte mich noch in der Bodenarbeit verbessern. Technik ist das Wichtigste beim Schwingen.» Das Königscamp würde er jedem Jungschwinger empfehlen. Man habe alles in dieser Woche. Du schwingst, spielst, machst Wettkämpfe — das ist sehr lustig.» Seine Bilanz fasst Mühlematter Cedric in drei Worten zusammen: «Spass, hart und cool.»



