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Selbst bei der Feuerwehr brennt kein Feuer mehr

UMWELT Die Waldbrandgefahr im Kanton Bern ist weiterhin gross. Deshalb setzt das Feuerwehrinspektorat der Gebäudeversicherung Bern (GVB) Trainings mit echtem Feuer ab sofort bis Ende August mit wenigen Ausnahmen aus. Damit übernehmen die Feuerwehren Verantwortung und gehen mit gutem Beispiel voran – die Bevölkerung ist aufgerufen, weiterhin besonders vorsichtig zu sein.

Trotz einzelner Niederschläge in den vergangenen Tagen gilt im ganzen Kanton Bern weiterhin die Waldbrandgefahrenstufe 4 «gross». Im Wald und in Waldesnähe gilt deshalb ein Feuerverbot.

Das Feuerwehrinspektorat der Gebäudeversicherung Bern (GVB) hat gestützt auf die aktuelle Lagebeurteilung des Kantons Bern entschieden, die sogenannten Heissausbildungen mit Feststofffeuern bis Ende August 2026 auszusetzen. Bei diesen Trainings üben Feuerwehrangehörige unter kontrollierten Bedingungen mit echtem Feuer. Sie trainieren dabei möglichst realitätsnah den Umgang mit Bränden. Unter den derzeit trockenen Bedingungen soll jedoch jedes vermeidbare Brandrisiko ausgeschlossen werden. Mit dem Zeitpunkt bis Ende August 2026 wird Planungssicherheit geschaffen. Nach Ablauf der Frist wird die Situation neu beurteilt. Einzelne Trainings sind möglich, zum Beispiel in Gas-Brandanlagen oder im Ausbildungszentrum Büren an der Aare.

Feuerwehren nehmen ihre Vorbildfunktion wahr

Das kantonale Feuerverbot gilt auch für die Feuerwehren. Für das Feuerwehrinspektorat der GVB ist deshalb klar: Die Feuerwehren müssen ihrer besonderen Verantwortung und ihrer Vorbildfunktion gegenüber der Bevölkerung gerecht werden. Die vorübergehende Einschränkung der Ausbildung hat keinen Einfluss auf die Einsatzbereitschaft. Die 160 Feuerwehren im Kanton Bern sind jederzeit einsatzbereit und Ihr Wissen und ihre Fähigkeiten für die Brandbekämpfung sind gewährleistet.

Auch die Bevölkerung ist gefordert

Die GVB ruft weiterhin auch die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf. Das geltende Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe ist konsequent einzuhalten. Auch ausserhalb dieser Gebiete ist grösste Vorsicht geboten. Arbeiten, bei denen Funken oder grosse Hitze entstehen – etwa beim Schleifen, Schweissen oder Löten –, oder Funkenflug beim Grillieren, können unter den aktuellen Bedingungen Brände auslösen. Wer vorsichtig handelt und unnötige Risiken vermeidet, trägt dazu bei, Brände zu verhindern und Menschen, Tiere und Gebäude zu schützen.

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