StartGemeindenAdelbodenEngstlig-Viehmarkt im Zeichen der Dürre

Engstlig-Viehmarkt im Zeichen der Dürre

In Reih und Glied warten die Kühe auf einen Käufer. Am letzten Samstag fand der 33. Zucht- und Nutzviehverkaufstag auf der Engstligenalp statt. Die sömmernden Kühe direkt auf dem Hochplateau weiterzugeben, ist eine Tradition der Sennen. Doch für sie wurde der Tag in diesem Jahr zu einer Herausforderung. Die Zahl der Touristen überstieg die der kaufwilligen Händler um einiges. Dass der hochalpine Viehmarkt immer mehr Gäste anlockt, zeichnet sich laut Markus Gros­sen von der Alpschaft Engstligenalp schon seit Längerem ab. Die Futternot und die Wasserknappheit in vielen Regionen dämpften hingegen die Kauflust der Händler. Dem Vernehmen nach hat das eine oder andere Tier doch noch einen neuen Besitzer gefunden. Eines schaffte es sogar bis ins Wallis. Laut Grossen kommt es gelegentlich vor, dass Bauern auf einem Ausflug den Viehmarkt zufällig entdecken und die Hochebene um eine Kuh reicher und einen Batzen ärmer wieder verlassen. Die Sennen hoffen, das nicht verkaufte Vieh nach dem Alpabzug noch an den Mann zu bringen.

Text: Reto Koller / Bild: Yvonne Baldinini

Zuletzt erschienen

Ähnliche Artikel

Mehr von diesem Autor