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Über Stock und Inferno

Hitze, Höhenmeter und schliesslich starker Regen sorgten am Inferno-Wochenende für anspruchsvolle Bedingungen. Mittendrin ein Reichenbacher Trio, das sich den ersten Platz sichert.

Beim Inferno-Halbmarathon von Lauterbrunnen aufs Schilthorn warteten auf die Läuferinnen und Läufer 21,1 Kilometer und 2175 Höhenmeter.

Bis zur Höhenlücke lieferten sich die beiden Kenianer Paul Machoka und Kevin Kibet ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf den letzten sechs Kilometern setzte sich Machoka ab, er erreichte das Schilthorn nach 2:01:28 Stunden. Damit blieb er nur knapp über dem Streckenrekord.

Bei den Frauen stand die Reihenfolge an der Spitze bereits früh fest. Valentine Rutto aus Kenia siegte in 2:27:48 Stunden mit 4:30 Minuten Vorsprung auf die Walliserin Victoria Kreuzer. Die Bernerin Rea Iseli komplettierte das Podest.

Reichenbacher Staffel lässt
alle hinter sich

Bei der Mixed-Staffel stach insbesondere die Gruppe «Eiger, Mönch und Carla» heraus. Carla Nina Wohler aus Spiez sowie Pascal von Känel und Matthias von Känel aus Reichenbach bewältigten die Strecke in 2:31:43 Stunden. Damit gewannen sie nicht nur ihre Kategorie, sondern waren die schnellste aller 16 gestarteten Staffeln.

Bei den Frauen siegten Sandra und Melanie Messerli sowie Monika Steiner als «Flachlandgemschi» in 3:21:42 Stunden. Die Herrenkategorie entschieden Nick Papritz, Silvan Gafner und Flynn Kröpfli als «Bärner Bäre» in 2:56:04 Stunden für sich.

Vom Thunersee Richtung Schilthorn

Einen Tag später wartete beim Triathlon die nächste Ausdauerprüfung. Die Strecke führte vom Thunersee über das Berner Oberland bis hinauf Richtung Schilthorn. Das rund 24 Grad warme Wasser führte dazu, dass erstmals keine Neopren-Tragepflicht bestand.

Später wurde der Regen zum bestimmenden Faktor. Bei den Männern führte zunächst der Schweizer Patrick Cometta. Auf der Laufstrecke übernahm jedoch der Belgier Sébastien Carabin die Spitze. Bei seiner ersten Teilnahme am Inferno gewann er in 8:50:17 Stunden vor dem Deutschen Andreas Lenz und Cometta.

Bei den Frauen setzte die Solothurnerin Petra Eggenschwiler ihre Siegesserie fort. Die Schweizerin erreichte das Ziel nach 10:05:31 Stunden und feierte ihren sechsten Inferno-Erfolg. Allerdings wurde sie von der Andrea Rösch bis zum Schluss gefordert: Die zweitplatzierte Bernerin verlor lediglich rund zwei Minuten.

Schweizer Teams vorne dabei

Auch in den Couple- und Teamwertungen waren Schweizer Athletinnen und Athleten erfolgreich. Bei den Frauen gewannen Nicole Habegger-Wyss und Stéphanie Fuchs als «Mamma Mia» die Couple-Wertung. Das beste Ergebnis sämtlicher Teams erzielte in der Mixed-Kategorie «SC Wetterhorn 2.0» mit Pa­tricia Rauber, Sven Reber, Brian Brog und Fabian Fahner. Das Quartett benötigte 7:36:32 Stunden.

Auch die Kleinen sind ganz gross

Am Sonntag standen nebst den Grossen auch Kinder und Jugendliche am Start. Erstmals fand dieses Jahr die Junior Trail Series von Swiss Athletics beim Inferno statt. Das Pilotprojekt hat zum Ziel, 14- bis 19-jährige Jugendliche an das Trailrunning heranzuführen – mit Distanzen, die auf ihre Altersgruppen zugeschnitten sind.

So standen den Teilnehmenden am Sonntag unterschiedliche Strecken zur Verfügung. Während sich die Kinder, Jugendlichen und Familien im Dorf messen, führt der Trail-Lauf über den Panoramaweg zur Höhenlücke, am Mittelberg vorbei und auf dem Wurzeltrail zurück nach Mürren. pd/as

Alle Platzierungen und Ranglisten unter:
www.inferno.ch/start-ranglisten

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