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Was geschieht mit dem Trauma?

Nach Ereignissen wie 2005 in Diemtigen und Reichenbach, wie 2024 in Brienz oder 2025 in Blatten: Entsteht da ein kollektives «Gemeinde-Gedächtnis»? In welcher Form erinnert man sich an die Katastrophe, und was lernt man daraus? Wie wird sie verarbeitet?

Martin Natterer

Am Unglückstag, am 22. August 2005, kam es in vielen Orten zu Verwüstungen. Beginnend im Diemtigtal mussten die dortigen Bewohner zur Kenntnis nehmen, dass Unglaubliches, ja Unwahrscheinliches wahr geworden war: Das Dorf Oey war fast zur Unkenntlichkeit verwüstet. Ein Grossteil der Bewohner musste evakuiert werden, praktisch jedes Haus entlang der Dorfachse wurde damals in Mitleidenschaft gezogen. Ein grosser Teil der Infrastruktur war zerstört, aber auch die Talstrasse wurde bis hinauf nach Wampflen mehr oder weniger weggerissen. Kulturland war verwüstet. Das einzig grosse Glück war: Es gab keine Toten.

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