Der «Verein Für Adelbo den» stellt sich neu auf. Er soll künftig Kräfte bündeln und Synergien schaffen, um bestehende und neue Ideen für Adel bodens touristische Zukunft sicherzu stellen. Dies soll der neue Präsident vor antreiben.
Der Jahresbericht von Vorstandsmitglied Ralph Marc Diebold liess erahnen, worum sich die Diskussionen an der Hauptversammlung vom Samstag, 22. August, drehen würden. Der Hotelier stellte in seinen Gedanken die Sinnfrage: «Braucht es unseren Verein überhaupt noch? Falls ja, wofür?» So steht es dort geschrieben. Nachdem der erst 2025 gewählte Präsident Roger Galli sein Amt im Lauf des Jahres niedergelegt hatte, stellte sein Vorgänger und Versammlungsleiter Stefan Oester diese Frage auch den Mitgliedern.
Die Meinung war einhellig: Der Verein hat eine Existenzberechtigung, wenn er sich auf das Wesentliche konzentriert. Er soll weiterhin Ideen zur touristischen Entwicklung des Ortes sammeln und in Zusammenarbeit mit den bestehenden, professionell arbeitenden Partnern verfolgen. Der Verein Für Adelboden habe einige Projekte angestossen – teils mit Erfolg, rief Oester in Erinnerung. Er erwähnte den Anschub des Bikelandes, die bronzene Vogellisi-Figur im Dorfzentrum und den erfreulich angelaufenen Kulinarik-Trail-Anlass. Das Bäderprojekt auf dem Adler-Areal hingegen scheiterte. Die Anwesenden glauben an den Verein, er müsse sich jedoch personell erneuern und verjüngen. «Ich freue mich, dass wir heute Abend keine ‹Grebt›, sondern ein Hochzeitsmahl abhalten», fasste Oester den Grundsatzentscheid zusammen.
Neue, junge Köpfe im Vorstand
Im Zentrum des Traktandums «Wahlen» stand das Präsidium. Dafür liess sich der 22-jährige IT-Berater Lukas Büschlen gewinnen. «Adelboden liegt mir am Herzen, und ich trage gerne zur Entwicklung des Ortes bei», sagte er. Das Führungsteam wird durch Michael Spielmann, Technischer Betriebsleiter der Engstligenalp- und Tschentenbahnen, ergänzt. Vizepräsident Björn Luginbühl erklärte seinen Rücktritt. Neu vertritt Mireille Trummer den Gemeinderat.
Noch-Vizepräsident Björn Luginbühl orientierte über den Stand der Planung. Die Überbauungsordnung sei seit einem Jahr beim kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung eingereicht. Man warte nach wie vor auf einen Entscheid. Immerhin habe die Behörde die gemeinsame Nutzung einiger Wege als Bike- und Wanderstrecke um vier Jahre verlängert, liess Luginbühl wissen. Die Leitung des Vorhabens liegt zurzeit bei Marianna
Der 22-jährige Lukas Büschlen wird die Geschicke des Vereins leiten.
Arnold von den Bergbahnen Adelboden Lenk AG und Rolf Marmet von Lenk Simmental Tourismus. Vorstandsmitglied Philippe Oester orientierte über seine Idee für einen neuen Winterwanderweg von der Rehärtibrücke in die Aebi.
Nach gut 90 Minuten schloss Interimspräsident Oester die Versammlung und lud zu einem Imbiss ein.



