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Spital Interlaken eröffnet seinen Neubau

Nach einer fünfeinhalbjährige Bauzeit bei laufendem Spitalbetrieb sind die Arbeiten am Haus E des Spitals Interlaken abgeschlossen. Der Neubau der Spitäler FMI kostete knapp 83 Millionen Franken. Am 12. September kann ihn die Bevölkerung besichtigen.

Mit den letzten Markierungsarbeiten in der Anlieferungshalle sind die Bauarbeiten am Haus E des Spitals Interlaken abgeschlossen worden. Während fünfeinhalb Jahren wurde das Hauptgebäude etappenweise rück- und neu gebaut. Der ambulante und stationäre Spitalbetrieb lief währenddessen weiter.

Der Neubau wurde seit September 2024 schrittweise bezogen. Er ersetzt und ergänzt das bisherige Haus E, dessen Bausubstanz aus den Jahren 1905 bis 1955 stammte. Im neuen Gebäude sind unter anderem ambulante Angebote wie Therapien und Praxen untergebracht. Hinzu kommen ein neuer Eingangsbereich mit Cafeteria sowie barrierefreie Verbindungen innerhalb des Gebäudes.

Elf Jahre bis zum Abschluss

Die Vorgeschichte des Neubaus reicht bis 2015 zurück. Damals wurde nach einem Wettbewerb der Auftrag an Brügger Architekten aus Thun vergeben. Nach der Projektierungs- und Genehmigungsphase begannen im März 2021 die Bauarbeiten mit dem Umbau der Gastronomie.

Das Haus E des Spitals Interlaken mit dem neuen Haupteingang (Westseite).

Während der Planung wurde das Projekt mehrfach angepasst. Nach Angaben der Spitäler fmi AG wurde die Nutzfläche nahezu verdoppelt. Zusätzliche Funktionen kamen hinzu, ausserdem wurden ursprünglich für später vorgesehene Aus- und Umbauten vorgezogen. Als einen Grund nennt das Unternehmen veränderte Anforderungen an die Gesundheitsversorgung, darunter die zunehmende Verlagerung von stationären zu ambulanten Behandlungen.

Die Baukosten belaufen sich auf knapp 83 Millionen Franken. Davon entfallen 4,8 Millionen Franken auf Provisorien, die nötig waren, um den Spitalbetrieb während der Bauzeit aufrechtzuerhalten. Mit dem Abschluss des Hauses E ist die Entwicklung des Spitalcampus nicht beendet. Laut der Spitäler fmi AG steht unter anderem ein Ersatz für den Modulbau der Psychiatrie an.

Tag der offenen Tür im September

Die Bauarbeiten brachten für Anwohnende, Patientinnen und Patienten sowie Besuchende zeitweise Einschränkungen mit sich. Insbesondere der Rückbau der anderthalb Meter dicken Betonbodenplatte verursachte Lärm. Verschiedene Provisorien führten zudem zu längeren Wegen. Die Spitäler fmi AG dankt der Bevölkerung für die Geduld während der Bauzeit.

Am Samstag, 12. September, öffnet das Spital Interlaken den Neubau von 11 bis 17 Uhr für die Bevölkerung. Vorgesehen sind eine Entdeckungstour durch das Gebäude, Einblicke in verschiedene Berufe des Spitals sowie Beiträge von Blaulichtorganisationen. Ergänzt wird das Programm durch eine Festwirtschaft und Angebote für Kinder.

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