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Frauenpower auf dem Pumptrack

78 Rider sorgten beim Saisonfinale der Mountainpump Series in der Skills Area Nevada von Adelboden für spannende Rennen auf dem Pumptrack. Besonders auffällig: In der Kategorie Ü39 gingen so viele Frauen an den Start wie noch nie.

EILEEN PLÜSS 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Kategorie Ü39, 13 davon Frauen: Das Saisonfinale der Mountainpump Series lockte mehr Starterinnen und Starter nach Adelboden als erwartet. Bei besten Bedingungen entwickelte sich der Renntag zu einem spannenden und stimmungsvollen Abschluss der Saison. Dabei war noch wenige Tage vor dem Finale nicht ganz klar, wie sich das Wetter am Samstag entwickeln würde. Umso grösser war die Erleichterung beim Organisationsteam, als sich der Himmel über Adelboden von seiner besten Seite zeigte. Zwischen einzelnen Wolken öffnete sich immer wieder der Blick auf stahlblauen Himmel, die Berge waren leicht gezuckert und die Temperaturen angenehm. Der Pumptrack präsentierte sich in guten Bedingungen – einem gelungenen Renntag stand damit nichts mehr im Weg.

Auch die Teilnehmerzahl sorgte für eine positive Überraschung: Mit insgesamt 78 Ridern wurden die Erwartungen des OKs deutlich übertroffen. Für die Organisatoren, die den Anlass seit Jahren mit viel persönlichem Engagement auf die Beine stellen, war dies eine erfreuliche Bestätigung.

Spannende Entscheidungen auf dem Pumptrack

Auf dem Track wurde um jede Hundertstelsekunde gekämpft. Besonders die verschiedenen Finaldurchgänge sorgten für Spannung und zahlreiche lautstarke Reaktionen aus dem Publikum. Nach jedem Run wurden Zeiten verglichen, Konkurrentinnen und Konkurrenten angefeuert und persönliche Bestleistungen gefeiert.

Das Besondere am MountainpumpFormat zeigte sich dabei erneut: Die Rennen sind kurz und unmittelbar. Innerhalb weniger Sekunden kann sich eine Rangierung verändern. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer ist das Geschehen entsprechend gut überschaubar und hautnah mitzuerleben.

13 Frauen sorgen für einen Rekord

Eine besondere Entwicklung zeigte sich in der Kategorie Ü39. 22 Männer und 13 Frauen stellten sich dort der Herausfor-

Nanny Barbara Moser aus Chur hatte breite Unterstützung..

derung. Noch nie waren in dieser Kategorie bei einem Mountainpump-Event so viele Frauen am Start.

Viele von ihnen sind Mütter. Dass sie am Samstag nicht nur ihre Kinder begleiteten, sondern selbst aufs Skateboard stiegen und um gute Zeiten fuhren, passte zum generationenübergreifenden Charakter des Anlasses.

Familienkonstellationen gehören bei Mountainpump ohnehin zum vertrauten Bild. Väter und Söhne oder Mütter und Töchter stehen gemeinsam am Start oder unterstützen sich gegenseitig vom Streckenrand. Während auf dem Track der sportliche Ehrgeiz zählt, bleibt daneben Platz für familiäre Unterstützung und gemeinsames Erleben.

Eine besonders sympathische Geschichte lieferte eine Nanny aus Chur, die von einer auffallend engagierten und herzlichen Fangemeinde begleitet wurde. Ihre Unterstützerinnen und Unterstützer machten sich während des ganzen Tages bemerkbar und sorgten damit auch beim Publikum für einige Schmunzler.

Überraschung am Streckenrand

Nicht nur die offiziellen Starterinnen und Starter sorgten für bekannte Gesichter. Auch die Schweizer Snowboardcross-Athletin Sina Siegenthaler liess sich das Finale in Adelboden nicht entgehen. Sie tauchte eher überraschend am Anlass auf und zeigte damit auch ihre Verbundenheit mit dem Boardsport

Riderin Lilly Casagrande war in der jüngsten Kategorie am Start.

abseits des Schnees. Skateboarden gehört ebenfalls zu ihren sportlichen Interessen.

Musik und Bar gehören dazu

Neben dem sportlichen Geschehen sorgten die DJs für die passende musikalische Begleitung. Die Runs wurden von Musik begleitet, gleichzeitig trug der Sound wesentlich zur Atmosphäre auf dem Gelände bei. Ebenfalls kaum mehr wegzudenken ist die Bar-Crew. Zwischen den Rennen trafen sich dort Rider, Familien, Helfende, Zuschauerinnen und Zuschauer. Bei Kaffee und Getränken wurden die vergangenen Läufe besprochen, Zeiten verglichen und die nächsten Starts abgewartet. Für das Organisationsteam gehört genau diese Mischung zum Anlass. Der sportliche Wettkampf steht im Zentrum, gleichzeitig lebt der Tag von den Begegnungen rund um den Track.

«Das Rennen ist das Herz, die Community ist die Liebe.»

Aus Sicht des OKs war das Finale in Adelboden ein erfolgreicher Abschluss der Mountainpump Series 2026. Die grosse Teilnehmerzahl, spannende Rennverläufe, die vielen Zuschauerreaktionen und die guten äusseren Bedingungen sorgten für einen gelungenen letzten Stopp.

Was in der Rangliste am Ende als Zeiten und Platzierungen festgehalten wird, erzählt allerdings nur einen Teil des Tages. Dahinter stehen Familien, die gemeinsam antreten, Freundschaften, die sich am Pumptrack treffen, Fans, die ihre Favoritinnen und Favoriten lautstark unterstützen, sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Oder, wie es das OK zusammenfasst: «Das Rennen ist das Herz, die Community ist die Liebe.»

Mit dem Finalstopp in Adelboden geht die Mountainpump Series 2026 zu Ende. Für die Organisatoren bleibt vor allem die Erinnerung an einen Renntag, der sportlich einiges zu bieten hatte – und an eine Community, die den Anlass über die eigentlichen Rennen hinaus prägt.

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