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Es gibt Veränderungen im Nordischen Skizentrum

Letzten Donnerstag fand die 48. ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft Nationales Nordisches Skizentrum Kandersteg (NNSK) statt. Im Nordic Arena House standen neben der Jahresrechnung und dem Budget insbesondere personelle Veränderungen im Verwaltungsrat und in der Betriebskommission im Mittelpunkt.

NNSK-Verwaltungsratspräsidentin An drea Zryd sprach von einem intensiven und spannenden Präsidialjahr und dankte allen Beteiligten für die breite Unterstützung. Sie betonte, wie wichtig Stabilität im Kern des Betriebes sei, gerade in einem Jahr mit vielen personellen und organisatorischen Veränder ungen. Nach acht Jahren engagierter Mitarbeit trat Ruedi Ogi aus dem Verwaltungsrat zurück, bleibt dem NNSK jedoch als Mitglied der Betriebskommission erhalten. Auch Michael Berger, bisher Finanzverantwortlicher, schied aus dem Verwaltungsrat aus. Für die beiden freiwerdenden Sitze lagen im Vorfeld der Generalversammlung keine Wahlvorschläge vor. Zryd erklärte, man wolle sorgfältig auswählen und sicherstellen, dass neue Mitglieder fachlich und menschlich gut ins Gremium passen. Man sei mit mehreren Personen im Gespräch, habe aber auch Absagen erhalten. Eine Ersatzwahl könnte im Laufe des Jahres erfolgen, entweder zirkulär oder an einer ausserordentlichen Versammlung.

Betriebskommission neu strukturiert

Die Betriebskommission der Nordic Arena wurde breiter aufgestellt und nach klaren Kernkompetenzen gegliedert. Neu übernahm Adrian Ruch, seit dem 1. Juni Geschäftsführer der Nordic Arena, den Vorsitz (der «Frutigländer» berichtete). Er bezeichnete die Betriebskommission als Herz des operativen Betriebes und betonte, dass die neue Struktur Klarheit, Verantwortlichkeit und Effizienz schaffe. Kari Bieri, seit der Gründung Mitglied der Betriebskommission, wurde erstmals formell bestätigt. Stefanie Linder, seit rund 15 Jahren im Verwaltungsratspräsidentin Andrea Zryd sprach beim Jahresrückblick in Kandersteg von einem ereignisreichen Jahr.

administrativen Bereich tätig, übernimmt das neu geschaffene Ressort Administration. Sascha Prentler, seit vielen Jahren im nordischen Skisport engagiert, verantwortet neu das Ressort Events. Er erklärte, er freue sich darauf, Dinge zu organisieren, Leute zu begeistern und den Sport weiterzubringen.

Ein intensives Jahr mit vielen Events

Im Jahresbericht blickte Andrea Zryd auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das von zahlreichen Events geprägt war. Die Nordic Arena konnte dank grosser Nachfrage bis weit in den Sommer betrieben werden, und verschiedene internationale Trainingsgruppen aus Mitteleuropa nutzten die Anlage. Auch Jubiläumsanlässe und Sommerveranstaltungen trugen zu einem intensiven Betriebsjahr bei. Ein zentraler Punkt war das Nordic Arena House, das im zweiten Betriebsjahr eine wichtige Rolle spielte. Der Markt sei vorhanden, sowohl von Sportgruppen als auch von externen Gruppen. Die Gemeinde Köniz prüft derzeit den Verkauf des Hauses, und der NNSK ist in Gesprächen, um eine langfristige Lösung zu finden. «Die Zusammenarbeit mit der KPT wurde um weitere drei Jahre verlängert. Wir freuen uns über diesen treuen Partner und darauf, gemeinsam neue Pläne im Eventbereich zu verwirklichen», so Zryd.

Finanzen mit Gewinn

Die Jahresrechnung 2025 /2026 schloss mit einem Gewinn von 68 797 Franken ab. Besonders ins Gewicht fielen die deutlich höheren Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen, die sich auf 579 316 Franken beliefen, sowie die Eventerträge von 97 845 Franken. Zudem resultierte aus dem Betrieb des Nordic Arena House ein positiver Nebenerfolg von 40 779 Franken. Die Einnahmen übertrafen das Budget um 113 000 Franken, unter anderem dank höherer Sponsoringbeiträge. Aufwandseitig wurde sehr budgettreu gearbeitet, mit Einsparungen beim Personal und beim übrigen betrieblichen Aufwand. Gleichzeitig wurden Abschreibungen angepasst, um realistischere Nutzungsdauern abzubilden. Michael Berger fasste zusammen, dass das Kostenmanagement sehr gut aufgegangen sei und die Einnahmeseite das Ziel klar übertroffen habe. Die Bilanz zeige eine gesunde Entwicklung mit steigendem Eigenkapital und abnehmendem Fremdkapital.

Wachstum bei Events und Vermietungen

Das Budget für das kommende Jahr zeigt eine weitere Stärkung der operativen Aktivitäten, insbesondere bei Events, Mountain-Tubing und Vermietungen. Der Personalaufwand steigt aufgrund der zunehmenden Professionalisierung des Betriebes. Gleichzeitig rechnet man mit höheren Abschreibungen und einem anspruchsvollen Sponsoringumfeld. Andrea Zryd erklärte, man sei zuversichtlich, trotz der schwierigen Suche nach neuen Sponsoren positive Überraschungen schaffen zu können. Das Budget wurde von der Generalversammlung genehmigt.

Nachwuchs: «Es ist dramatisch»

Ein emotionaler Moment entstand, als Kari Bieri auf die Situation des Nachwuchses im Skispringen zu sprechen kam. Er erklärte, dass die kleine Gruppe von Juniorinnen und Junioren das Fundament der Schanze sei und dass es dramatisch wäre, wenn es nicht gelänge, Nachwuchs zu generieren. Ohne eine starke Basis im Juniorenbereich könne die Schanze langfristig nicht gerechtfertigt werden. Bieri betonte, wie wichtig die Finanzierung des Nachwuchses sei und dass man alles daransetzen müsse, den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren.

Zryd sprach klar von einer Vorwärtsstrategie und betonte, dass die Anlage nach zehn Jahren weiterentwickelt werden müsse. Dies betreffe sowohl die Betriebsgebäude als auch die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern. Parallel laufen mehrere Projekte. Die Weiterentwicklung sei entscheidend, um die Rolle des Nationalen Nordischen Zentrums zu stärken und die Region sportlich wie strukturell voranzubringen.

Revisionsstelle bestätigt

Die bisherige Revisionsstelle, die TIS GmbH aus Bern, stellte sich nach Ablauf ihrer vierjährigen Amtsperiode erneut zur Verfügung. Die Generalversammlung bestätigte sie für weitere vier Jahre. Der Vertreter der Revisionsstelle lobte die Buchführung und erklärte, die Revision habe keine Unregelmässigkeiten ergeben.

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