Im Rahmen des Swiss Chamber Music Festivals fand am Abend des 13. September ein herausragendes DaCapo-Konzert in der Badi Lounge in Frutigen statt. Welche Highlights boten die drei bekannten Saitenvirtuosen?
Eoin Ducrot (Violine und Gitarre), David Castro-Balbi (Violine) und Alexandre Castro-Balbi (Violoncello, Piano und Gitarre) führten in der Frutiger Badi Lounge kammermusikalische Spezialitäten und jazzige Stücke aus vier Jahrhunderten auf. Eoin Ducrot ist dem regelmässigen Publikum des Swiss Chamber Music Festivals ein vertrautes Gesicht: Zuletzt trat er 2019 als Mitglied des Preisträgerensembles «Opalio Trio» in Adelboden auf und hat seitdem mehrfach am Festival teilgenommen. Nun kehrte er im Rahmen des Da-Capo-Konzerts in Begleitung zweier Freunde zurück: Alexandre und David Castro-Balbi. Ihr gemeinsames Programm führte durch drei Welten der Streichmusik, von Barock über irischen und nordischen Folk bis hin zu mitreissenden Gypsy-Klängen.
Drei Welten der Streichmusik
Das schwindelerregend virtuose Programm führte durch drei streichmusikalische Welten. Es begann mit einer «Folia» von Antonio Vivaldi (1678–1741) im Stil des italienischen Barock, mit viel Raum für Improvisationen. Ein Stil, der mit dem noch älteren Tarquinio Merula (1595–1665) und den beiden Stücken «La Pusterla» und «Ciaccona» fast tänzerisch leicht fortgesetzt wurde.
Ein Zwischenteil folgte, der diverse folkloristische Komponisten wie mit einem roten Faden zusammenband: Da war ebenfalls eine «Folia», diesmal von Rodrigo Martínez, aber auch eine brillante Auswahl irischer und nordischer Folkmusik. Zuletzt folgte die Welt der rumänischen Volksgruppe der «Czigány» mit Kompositionen von Ion Voicu (1923– 1997) und Grigoras Dinicu (1889 –1949), dessen «Hora Staccato» besonders die überragende Virtuosität von David Castro-Balbi ebenso offenbarte wie seine Version des berühmten «Csárdás» von Vittorio Monti (1868 –1922). Der Abend schloss mit dem «Minor Swing» von Django Reinhardt und Stéphane Grappelli sowie einem Stück der irischen Gruppe U2.



