Der künftige Festival-Geschäftsleiter und Intendant Timo Waldmeier rief zum offenen, gemeinsamen Singen auf. Über 30 Sängerinnen und Sänger vom Bass bis zur hellen Sopranstimme folgten dem 30‐jährigen ausgebildeten Chorleiter ins Kirchgemeindehaus. Anschliessend trat der Ad-Hoc-Chor auf dem Dorfplatz auf. Auch dieses Mal war das Saxofon-Trio A-Delta mit von der Partie.
Noch-Intendantin Christine Lüthi stellte zusätzlich Stuhl um Stuhl auf, um allen Hobby-Sängerinnen und -Sängern eine Sitzgelegenheit zu verschaffen. Über 30 Singfreudige folgten am Freitagnachmittag dem Ruf zum gemeinsamen Singen. Der ausgebildete Chorleiter und künftige SCMF-Geschäftsleiter Timo Waldmeier war angenehm überrascht – dies nicht nur vom Aufmarsch, sondern auch von der Qualität seines Ad-HocChors. «Ich leite häufig solche Projekte und bin deshalb erst in den letzten Minuten vor dem ersten gemeinsamen Ton etwas nervös. Das legt sich, nachdem ich erkannt habe, wen ich vor mir habe», meinte er im Anschluss an die Proben. Es zeigte sich schon früh, dass sich viele Teilnehmende mit Erfahrung im Chorsingen eingefunden hatten. Waldmeier freute sich besonders, dass vom Bass bis zum Sopran alle Tonlagen vertreten waren.
Vorsichtiger Start
Vorerst kam es zum grossen Sesselrücken. Die Stimmlagen gruppierten sich, bevor der Fricktaler sich mit Bedacht an das zu erarbeitende Liedgut anpirschte. Wer kannte sie nicht, die Kinderlieder «Chum, mir wei ga Chrieseli gwünne» und «Dört änet am Bärgli». So einfach die Melodien waren: Waldmeier gab sich nicht mit dem Minimum zufrieden. Er gab Anregungen und Anweisungen, doch stets mit Humor und Respekt. Im Lauf der Probe gesellte sich das Preisträger-Saxofon-Trio A‐Delta zum lernwilligen Chor. Es hatte schon am Donnerstag die Musikschule Musika bei ihrem Auftritt auf dem Dorfplatz begleitet. Die erste Intonation der Saxofone geriet etwas gar laut, der Gesang war kaum mehr zu hören. Waldmeier wandte sich kurz an das Trio, anschliessend ergänzten sich die Lautstärken perfekt, und Waldmeier sowie seine Schützlinge konnten sich an anspruchsvollere Melodien wagen.
«Ich bin erstaunt …»
Um 17 Uhr gruppierten sich die Sängerinnen und Sänger zusammen mit dem Sax-Trio auf dem Dorfplatz. Sie liessen öffentlich hören, was in der Probestunde entstanden war. Waldmeier war sehr zufrieden: «Ich bin erstaunt, wie weit wir in nur einer Stunde gemeinsamen Singens gekommen sind. Die Unterstützung durch das A-DeltaTrio war wertvoll. Die drei jungen Interpreten haben uns toll unterstützt.»
Der designierte Festival-Intendant war beeindruckt von der Offenheit und der Freude am Singen der Mitmachenden. Entsprechend bemerkenswert fiel der Auftritt des Chores aus. Der langjährige Primarlehrer und erfahrene Chorleiter Peter Loosli war mit dabei, obgleich ihm das Singen aus gesundheitlichen Gründen versagt ist. Er kommentierte: «Waldmeier ist ein guter Dirigent, er hat mit dem Ad-HocChor in kurzer Zeit Beachtliches erreicht.»
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