Wahlen 2019

Im Kanton Bern sind auf 34 Listen insgesamt 651 Kandidierende aufgeführt.

Woran soll man sich da orientieren? An alten Gewohnheiten, Köpfen, Alter oder Geschlecht der Kandidierenden? Der «Frutigländer» findet: an deren politischem Profil.

Wir luden demnach sämtliche BewerberInnen aus dem Kanton Bern dazu ein, einen Fragebogen auszufüllen. Insgesamt 139 nahmen diese Einladung an. Um ihr Profil möglichst greifbar zu machen, forderten wir die Kandidierenden auf, sich konkret zu entscheiden: Sie mussten einerseits ihre politische Agenda umreis­sen und von uns festgelegte Themenschwerpunkte gewichten. Anderseits mussten sie sich bei den einzelnen Themenschwerpunkten positionieren, indem sie sich einem von zwei Lagern zuteilten: Mehr staatliche Regulierung oder mehr Eigenverantwortung.

Ziel der Umfrage ist es, Ihnen als LeserIn eine möglichst aussagekräftige und übersichtliche Wahlhilfe zu bieten. Gestützt auf die aktuelle Berichterstattung nationaler Medien sowie das Sorgenbarometer 2018 der Credit Suisse haben wir wichtige Themenfelder zusammengetragen. Die Liste haben wir abschliessend mit Inhalten ergänzt, die speziell für unsere Region von Interesse sind. Zusammengekommen sind 9 Themenbereiche aus Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft und Finanzen.

 

Zu den Ergebnissen gelangen Sie weiter unten auf dieser Seite mit einem Click auf die entsprechende Liste.

 


Themengewichtung: die Kandidierenden gewichten 9 Themen und verteilen insgesamt 40 Punkte

Klimawandel: Hitzetage, Wasserknappheit, Gletscherschmelze: Das Klima verändert sich und gewinnt an Relevanz.

Altersvorsorge: Die Schweizer werden immer älter und haben weniger Nachwuchs als früher. Der AHV drohen daher grosse Finanzierungslücken.

EU-Beziehung: Der Bundesrat ist derzeit daran, über einen Rahmenvertrag zu verhandeln, der das Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union regeln soll.

Gesundheitskosten: Der Stellenwert der Gesundheit steigt und damit auch die Kosten.

Altersarbeitslosigkeit: Ältere Menschen haben zusehends Mühe, sich im Arbeitsmarkt zu behaupten.

Landwirtschaftssubventionen: Um die einheimische Produktion von Nahrungsmitteln konkurrenzfähig zu machen, wird die hiesige Landwirtschaft mit vier Milliarden Franken jährlich unterstützt.

Raumplanung: Die Bautätigkeit im Land wird heute strenger kontrolliert als früher. Dabei können auch Interessenkonflikte zwischen städtischen und ländlichen Gebieten entstehen.

Service public: Immer mehr Menschen wohnen in städtischen Gebieten, die Randgebiete entvölkern sich. Parallel dazu wird dort die öffentliche Infrastruktur zurückgefahren. Folge davon sind schliessende Poststellen oder schlechtere ÖV-Anbindungen.

Gleichstellung: #MeToo oder nationaler Frauenstreik: Die Gender-Debatte hat in letzter Zeit an Relevanz gewonnen.

 


Die Positionierung: die Kandidierenden positionieren sich innerhalb der 9 Themenbereiche

Zur Option stehen jeweils zwei Auswahlmöglichkeiten. Falls sich eine Kandidatin/ein Kandidat daher nicht festlegen möchte, steht ihm/ihr die Auswahl C) offen

A) Mehr staatliche Eingriffe
B) Mehr Eigenverantwortung

C) Ich kann mich nicht festlegen (-)

Klimawandel: Wie begegnet man dem Klimawandel am besten?
A) Es braucht mehr Lenkung – z.B. erhöhte Treibstoffabgaben oder zusätzliche Anreize für Gebäudesanierungen.
B) Gesetze lähmen den Fortschritt. Ich vertraue auf den technologischen Fortschritt und die Vernunft des Individuums.

Altersvorsorge: Wie regeln wir die Altersvorsorge der Zukunft?
A) Die AHV ist ein wichtiger Pfeiler unserer sozialen Absicherung und muss unbedingt gestärkt werden – z.B. durch Erhöhung des Rentenalters oder durch Finanzspritzen.
B) Die AHV lässt sich langfristig nicht mehr finanzieren. Sinnvoller ist es daher, die Pensionskasse (2. Säule) und die private Vorsorge (3. Säule) zu stärken.

EU-Beziehung: Wie sinnvoll ist ein Rahmenabkommen?
A) Wir sind auf die EU angewiesen und brauchen daher ein ausgewogenes Abkommen, das beide Seiten zufriedenstellt.
B) Wir sollten uns wieder vermehrt auf unsere eigenen Stärken berufen und die Unabhängigkeit stärken. Das Abkommen ist daher vernachlässigbar.

Gesundheitskosten: Wie bekommt man die Ausgaben am besten in den Griff?
A) Spitäler, Ärzte, Krankenkassen und Medikamentenhersteller müssen ihre Prozesse optimieren, damit sie kosteneffizient arbeiten. Hier braucht es strengere Kontrollen.
B) Das Verursacherprinzip sollte verstärkt zum Zuge kommen – z.B. durch höhere Selbstbehalte oder mehr Anreize für Personen, die wenig Kosten verursachen.

Arbeitslosigkeit: Müssen Massnahmen ergriffen werden, um Altersarbeitslosigkeit zu vermeiden?
A) Ältere Arbeitnehmer werden in der Wirtschaft oftmals diskriminiert. Es brauchet daher einen gesetzlich verankerten Schutz.
B) Der liberale Arbeitsmarkt ist für die Schweiz wichtig. Eine zusätzliche Einschränkung der unternehmerischen Freiheit schadet der Wirtschaft langfristig.

Landwirtschaftssubventionen: Ist dieser Betrag angemessen?
A) Die einheimische Produktion ist von wirtschaftlicher Bedeutung, ist qualitativ hochwertig und zudem ökologisch. Daher muss sie auf jeden Fall auch weiterhin in diesem Masse unterstützt werden.
B) Die zu hohen Subventionen hemmen den Wettbewerb. Man sollte im Sinne der Effizienz vermehrt den globalen Markt spielen lassen.

Raumplanung: Ist die strengere Regulierung begrüssenswert?
A) Die strengeren Gesetze sind nötig, da ansonsten Zersiedelung und Landverschleiss voranschreiten.
B) Das revidierte Raumplanungsgesetz ist auf städtisches Siedlungsgebiet ausgerichtet und vernachlässigt die Randregionen. Hier braucht es Lockerungen – z.B. im Bereich Wohnen ausserhalb der Bauzonen.

Service public: Kann man diesem Trend etwas entgegensetzen?
A) Die Einsparungen beschleunigen die Landflucht. Ein flächendeckender Service Public ist daher unverzichtbar.
B) Die Einsparungen sind bloss eine Reaktion auf die Abwanderung. Es braucht eine Kosten-Nutzen-Rechnung, damit das Budget nicht explodiert.

Gleichstellung: Sind die Forderungen nach Gleichstellung berechtigt?
A) Frauen sind in unserer Gesellschaft nach wie vor benachteiligt. Es braucht daher Massnahmen – z.B. Quoten oder Regelungen, die mehr Lohngleichheit bewirken.
B) Die Ungleichbehandlung von Frau und Mann nimmt stetig ab, die Geschlechterdebatte kommt in den Köpfen langsam an. Weitere Gesetze sind daher unnötig.

 


So liest sich die Tabelle:

  • Wem primär wichtig ist, dass ein bestimmtes Thema auf der politischen Agenda behandelt wird, der achte auf die vergebenen Punkte.
  • Wer sich grundsätzlich zu einem starken Staat oder aber zum Liberalismus bekennt, der beachte die Farbcodes der einzelnen Kandidierenden bzw. Parteien.
  • Wer sich für einzelne Kandidierende interessiert, liest die Tabelle waagrecht.
  • Wer sich für einzelne Themen interessiert, liest die Tabelle senkrecht.
     

 Die Resultate (Reihenfolge nach Listennummer):

 

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Liste 1: SVP (Frauen und Männer)

Liste 2: SVP (Junge SVP)

 

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Liste 3: Sozialdemokratische Partei und Gewerkschaften: Frauen

Liste 4: Sozialdemokratische Partei und Gewerkschaften: Männer

Liste 6: JungsozialistInnen

 

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Liste 7: Bürgerlich-Demokratische Partei Kanton Bern BDP

Liste 8: Junge BDP

 

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Liste 9: FDP.Die Liberalen

 

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Liste 12: Grüne

Liste 13: Junge Grüne

Liste 14: Grüne - Junge Alternative JA!

 

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Liste 15: Grünliberale

Liste 16: Junge Grünliberale

Liste 17: Grünliberale KMU

 

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Liste 18: Evangelische Volkspartei EVP

Liste 19: Junge EVP

 

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Liste 20: Eidgenössisch-Demokratische Union EDU

 

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Liste 21: Christlichdemokratische Volkspartei CVP

 

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Liste 24: Partei der Arbeit PdA

 

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Liste 25: Schweizer Demokraten

 

Liste 26: JUTZIPhilipp.com

 

Liste 27: Die Musketiere

 

Liste 28: Die liebe, sehr sehr liebe Partei

 

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Liste 29: Gesundheit-Energie-Natur

 

DU - Die Unabhängigen Bern

Liste 30: DU-Die Unabhängigen

 

Liste 34: ARMIN CAPAUL Parteilos und weitere Parteilose

 


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